Im Geldernla nde.
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II
Girita, Gräsin von Geldern.
(„Oer Bicderrhein" 1878, Br. 47).
Girita in Bensbcrgs SchlosseKniect vor Marias BüchIhrer Tränen Strom versieget,
Drinnen tobt der Schinerz so wild.
„Meine Intta gib mir wieder,Gnadenmntter, wenn dn jeFühlest in dem tiefsten HerzenRindberaubtcr Mütter Weh",
„Hörst du mich nicht, Schmerzensmutter?Kein Erbarmen ist bei dir?
Sich, so raub' ich deine Wonne,
Band dein holdes Aindlcin mir."
Mid sie hebt sich von der Erde,
Beißt das Iesnskind herab:
„Eher nicht geb ich es wieder,
Bis ich meine Intta Hab!"
Eine Bärin hat zerrissenIhr das Kmd so schön und lieb,
Sättigt sich an seinen Wunden,
Die der grimme Zahn ihm hieb,
Doch Mariens WundergnadcHört der Mutterliebe Schmerz,
Schlägt mit Tod die wilde BärinWeckt zum Leben Intta's Herz.
Rind und Mutter fliegen seligIii die lieben Brme sich.
„Bist du wieder mir gegebenJutta, Kind, o Jutta sprich?
(Oder sendet mir der HimmelEin entzückend Traumbild nur?
Bber nein, ich seh' am HalseBarben, wilder Zähne Spur.
Gb der Mutterlieb', Maria,
Hast du Jutta mir geheilt;
WM ich nicht den Schmerz gebändigt,Ihr die Barben zugeteilt.
Tragen auch das grimmste LeidenWill ich sürdcr duldungsvoll;
Herrlich Beispiel bist dn worden,
Wie den Schmerz man tragen soll."