An den Ufern des Rheines.
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erinnerten uns lebhast an eine Episode aus den: Anfangeunseres Jahrhunderts, als die feindlichen Aoldaten der fran-zösischen Republik die dortige Gegend verwüsteten. Unweitdes Dorfes Traar bei Trefeld, an dem U?ege nach Derberg,lag damals und liegt jetzt noch ein Heiligenhäuscheu, dessenApitze mit einem eisernen Kreuze geziert war. Als der ander Ap'tze reitende Oberst in die Nähe des Heiligenhäuscheuskam, hieb dieser mit seinem Achwerte einen Arm des Kreuzesab, sodaß er zur Erde fiel. Das hierdurch scheu ge-wordene Pferd gallopierte in mächtigen Aprüngen bis zumDorfe, wo es mit dem verwegenen Reiter stürzte. Als dieTruppen vorbeimarschierten, fanden sie ihren Tolonel totneben dein Pferde in seinem Blute liegen. Kurze Zeit danachwurde das verstümmelte Kreuz herabgenommen und in eineEcke des Heiligenhäuschens gestellt. Der Dater des jetzigenAchmiedes reparierte das Kreuz wieder und stellte es aufseinen bisherigen Platz. Bei dieser Gelegenheit erhielt dasHeiligenhäuschen von innen und außen einen neuen Achmuck,wozu auch ein hübsches Ölgemälde zu zählen ist, welcheseiner aus der Familie derer von Kleist schenkte und heutigenTages noch zu sehen ist. Merkwürdig ist, daß es geradezur Zeit der Durchmärsche 50 Zahre geworden, daß dasalte Kreuz sich wieder an der früheren Atelle befindet. Derdaselbst wohnende Achmied heißt heute noch der Heiligen-Häuschen-Achmied.
XXIV.
Siegfried, der Nraedentöter.
Aus Wicland der Schmied.sAmelungcnlicd !, 89—19g).
,,Drei Söhne zeugte Wate, der älteste war ich,
Der andere hieß Eigel, der dritte Hclferich. — —
An ihm war viel versäumet, des war er sick bewußt,
So wollt' er an den Söhnen doch schauen seine Lust;
Die sollten alles lernen, das deucht ihm keine Schmach,
Sich jeder Kunst befleißen, an der ihm selber gebrach.
Nun wüßt' er wohl die lktäre, daß an des Rheines StrandDer Schmiede bester wäre, tltiine genannt;
Auch hatte Nordlands König, sein Bruder Nordian,
Eckarten, den Getreuen, zu diesem Ilteister getan.
Sin Kriege braucht mau Massen, zu Schutz und Trutz gesellt,Mer die sich mag verschaffen, das ist der beste kseld:
So dachte König Nordian, drum sandt' er seinen SohnZu Iltimen in die Lehre und verhieß ihm reichlichen Lohn,