Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
26
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Vn den Ufern des Cheines.

Tr schritt des Rheines Bord entlang.Da hemmt ein Landmann seinen Gang,Dem schlotter» Lein nnd kvade»,

Sein Lserz ist grambeladcn.

„vertraue, Freund, mir deinen Parin,Ich kann dir Tröstung stisten;

Beschwert ist, seist ich recht, dein UlrmMit unheilvollen Schriften."

„Ja, kgerr! des Junkers List nnd Trug,Tin ungerechter RichtcrspruchTreibt mich von lhof nnd löabcZur Schmach am Bettelstäbe."

Mitleidig nun der Rat behendDurchforscht die Ulktenbogcn,

Nnd im entrollten PergamentTntdeckt er, daß betrogenDer Landmauu ist, — durch List geprellt —kvie Stärke hier die kvage hält,

Daß laut gerechter Sache,

Trliegen muß der Schwache.

Niiwillcn inalt sich und VerdrußDrob iu des Rates Zügen;

Tr tat nach lauuigem TntschlußStadteinwärts sich verfügen.

Ts folgt mit Zageii der KlientDein Führer, der nicht Nkühe kennt,Als Menschenfreund zu schaffenMit seines kvitzes kvaffen.

Gar seltsam klingt, was er ersaun i

„Des Rechtes Grabgeläute;"

Sehr für den kühnen Plan gewann

Tr alle Meßner heute

„kvenn von des pofes Glanz umblitzt,

Beim Mittagsmahl der lherzog sitzt —

Der Glocken Klang bekunde

Des Rechtes Todesstunde!"

Die Sonne, die zur pöhe dringt,lhat mittags Glut ergossen —

Bei Tafel sitzt der Fürst umringtvon seiner Macht Genossen;

Und horch! zur Stunde ungewohntMit Klängen, Klagen gleich betontTrbcben alle Glocken.

UAe stclstn die Rät' erschrocken!

Der lhcrzog mit Bestürzung sprichtZum närrischen Trabanten i„Sag aii, wer auf der Bahre liegtvon Freunden und Bekannten