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1 (1909)
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Zagen am ganzen Niedrrrhein,

Unser Herr schreitet zum Herdfeuer, Petrus soll ihm de»Blasebalg ziehen und mit dem Aorhammer zuschlagen. Daauf einmal betritt ein altes IVeib die Schmiedewerkstätte, umnach ihreni in Arbeit gegebenen Hehlhaken zu fragen. DieFrau schien stockalt zu sein' Gesicht und Hände voll tieferRunzeln und Falten, so daß es aussah, als habe sie die Tageund Jahre des Erzvaters Mathusalem wenigstens schonerreicht. Der Herr griff unversehens die Alte beim Genickund warf sie in die sprühende Feuermasse hinein.

5t. Peter blies aus Leibeskräften in die zischendenFlammen, und als die Frau nun mit großen Zangen wiederhervorgeholt und auf den Amboß gelegt worden war, daschlugen beide mit aller Kraft vermittelst Hämmer unablässigdarauf los.

Unser Herr drehte und wendete mit kundiger Hand, wieman sah, die anfangs formlose Masse, bis endlich, als dieHämmer in Stillstand gebracht worden waren und sich zuBoden senkten, anstatt der häßlichen Alten ein bildschönes,junges Mädchen, das kaum s!4 Frühlinge gesehen zu habenschien, zum Vorschein kam.

Hatte anfangs eisiges Entsetzen die Zuschauer diesesSpieles der Sprache beraubt, so wußten sich dieselben beidem glückliche» Resultate kaum zu fassen. So was hatteselbst „der Meister aller Meister" nie gesehen, das ging überseinen Horizont mächtig weit hinaus. Die Sache gefiel ihmindes ungemein, und kaum hatten die beiden Fremden, indemsie erklärten, daß doch ihres Bleibens hier nicht länger seinkönne, das Haus verlassen, so rief er in aller Eile seine Frauherbei. Bei dieser waren Schönheit und jugendliche Reizelängst verblüht, und ob sie es gern oder ungern hörte, dieGassenbuben nannten sie doch die Alte aus der Schmiede.Der Schmied faßte fein Meib jählings mit Händen und Füßenund warf es, wie er es vorher gesehen, in die Feuersgluthinein. Die arme Gepeinigte schrie in schrecklicher (!Zual,bald über und über mit Brandwunden bedeckt, Zeter undMordio und stieß endlich, als alles nichts half, die schreck-lichsten Flüche und Verwünschungen aus. Doch ihr sonst sozärtlicher Eheherr kannte kein Erbarmen. Er nimmt sie ausdem Feuer und schlägt ihr auf dem Amboß mit Hülfe desGesellen alle Knochen entzwei, so daß schließlich, anstatt einesjugendlich-schönen Mädchens, eine gänzlich unförmliche Massezu Tage tritt. Dem unglücklichen Meister drang der Schweißzu allen Poren hinaus; er befahl dein Gesellen, den beidenFremden nachzueilen, die ja noch nicht weit sein könnten,