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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
Seite
115
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von 9'8 bis N92. !!5

Schillinge erwachsen waren. Dieses hätte aber, so baldes d>c Noch erfordert, wieder aufgehoben und der würk-licke Zehnte dafür genommen werden können, wenn derBischof denselben zu einer Hauptkasse gezogen und ihm sol-chergestalt die ursprüngliche Eigenschaft einer mit den Be-dürfnissen des Stifts wachsenden Steuer gelassen hatte.Aber bey jener Zerstreuung war es nicht möglich, beson-ders nachdem diejenigen, welche große Anweisungen vonmehrern Pfunden hatten, solche wiederum vereinzelten,und ihren Afterleutcn davon die Löhnung reichten. Die-sen stand es nicht zu, mehr zu nehmen als ihnen angewiesenwar; eben so verhielten sich Käufer und Gläubiger, denender Bischof, um auf einmal eine Capualsumme zu haben,eine gewisse oder übliche Anzahl jährlicher Zehntpftinde vorhundert dergleichen, überlassen hatte, diese konnten ohneWucher so wenig den würklichen als den Nebenbruchszehn,ten fordern, und der Bischof Philipp erkannte (n6o)mit Recht a), daß nachdem d»e Zehnten von Alters herzu Gelds gelassen wären, keiner dem dann seine Löhnungoder Zahlung angewiesen wäre, solchen vom Felde ziehenkonnte. Die erste Verwandelung des Zehntgeldes m eingewisses billiges Sakkorn, deren Grund und Anlaß dergar zu sehr gefallene Münzwerth gewesen zu sinn scheint,unternahm in unserm Stifte, der Domprobst A'Mfrled'!),der sich auch dieserhalb em eignes Dmkmahl errichtet hak.Wäre derselbe so glücklich gewesen, den allgemeinen Natu-raizehnren durch das ganze Stift wieder herzustellen, unddenselben durch eine einzige Hauptklasse laufen zu lassen:so würde wahrscheinlich jetzt der Unterthan gor keine andreLandsteuren zu bezahlen haben; und vor die menschlicheFreyheit würde es von unendlichem Werthe seyn, wenn

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