98 Erster Abschnitt, Stiftung
gedacht haben, und zuletzt (1184) der Graf Simon vonTecklenburg, als Obervogt n), oder wie man später ge-sägt haben würde, als Land Drost. Die Vögte warendaö Mittel oder die weltliche Hand, womit die StifterHülfe gaben und nahmen: aber jedes Kloster hatte seinenbefondcrn, welches zu vielen unnützen Kosten Anlaß gab,die bey der jetzigen Verfassung, da jeder Freyer wegen sei-ner Heerbannsgüter durchs Amt Hülfe giebt und nimmt,glücklich vermieden werden. Die bischöflichen Lehn - undDienstleute hatten es unmittelbar mit dem Bischöfe undnicht mit dem Vogte zu thun, der auch noch seine beson,dern Dienstleute aus eignen oder Amts Einkünften 0) un-terhielt, die eben wenig seinem Amte unterworfen waren.Wie Herzog Henrich oer Lowe die Amelungifchen Gü-ter , welche zur Kii'chenvogtcy gehörten, zu Lehn genom-men hatte p), scheint er emen Namens Arnold vonDorstad, der 1170 die VogtSdienste thut, auf dieVog-tey gehalten zu haben. Uebngens ist es nicht anders glaub-lich, als baß die Kirchenvogreyen gleich von ihrem Ur-sprünge an erblich geworden feyn. Der Kayfer hatte gewißzuerst den nächsten edlen Herrn dazu angesetzt; dessen Sohnließ sich ohne Unbequemlichkeit nicht vorbei) gehen; undobgleich alle Stifter es früh darauf anlegten, um die freyeWahl ihres VogtS zu erhallen: so half ihnen doch auchdieses nicht viel, so lange man jene mächtigen Familiennicht ohne Gefahr vor den Kopf stoßen konnte <H.
k>) ?er manum aclvocati fch voeati, cle IO49.n. 21. 22. Er starb ohne Kinder: denn es heißt in ei-ner Urkunde v 1074. n, 28. Dominus ll^/ etDomnaillius viclelieet munelila. qui?. ambo silüsorbati erant, cxeejZla uiuca Llia nomine
quas