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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
Seite
93
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von 9,8 bis 1192.

9Z

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nilierialibus jzerimilimus. S. n. 54.

H. 2.

Fortsetzung.

Die Dompräbenden dienten vcrozeit schon nicht blosder Religion, sondern auch zu gleicher Zeit den grossen Fa-milien. Zu Lüttich in dem Domcapitul waren auf ein-mal ein und zwanzig Sohne von Königen, vierzehn vonHerzogen, neun und zwanzig von Grcssen und sieben vonRittern und Baronen g). Hiernach mag man den Gangund das Verhältniß in den übrigen Stiftern beurtheilen.Doch war es wie billig b>) vor Leute von geringerm Standenur schwer, nicht aber ganz unmöglich sich durch ausserordent-liche Verdienste den Weg zu dieser Ehre zu bahnen c).Jene hohe Standespersonen waren aber auch, wie zu ihrembesondern Ruhme gemeldet wird, mehrencheils Doctorenund Magister, und es ist keine Zeit, worin die Kinder ausgrossen Häusern gelehrter erzogen sind als in dieser. Gerin-gere hakten nur selten die Gelegenheit so vieles zu erlernen,und man gab auch vermuthlich die Prävenden keinen umsonst.Denn Volchard cl) ein edler Herr gab (1070) dem Bi-schöfe den Hof zu Helvern dafür, daß er zum Capitularer»aufgenommen wurde; jeder mußte vielleicht wie noch jetztin den Klöstern etwas einbringen; die Zahl der Domca-

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