8o Erster Abschnitt, Bischbfe
§. Zl.
(25.) Arnold, v. iiyZ-iiIr.
Wir kommen jetzt zu dem letzten Bischöfe in dieser Pe-riode, mit Namen Arnold/ welcher die Trennung desGroßherzogthums Sachsen erlebt, und das gegen denGroßherzog, Henrich den Löwen (i-8o) ausgesprocheneUrthell, wodurch er und seine Nachkommen solches auf im-mer verlohren haben, mit andern Bischöfen und Reichs-fürsten unterzeichnet hat s). Man sagt er sey der Sohneines Grafen von Altena gewesen b>), als Philipp starb,war er Domprobst zu Osnabrück c). Der Ansang seinerRegierung (117g) scheint ganz ruhig gewesen zu seyn, in-dem der Kayser Friederic!) !> mit dem Herzoge, so wiedie Sachsen unter sich, in guten Frieden lebten. DasKloster Claholt erhielt von ihm eine neue Bestätigung 6)und bald darauf (1176) folgte er dem Kayser in Italien e)woher er vermuthlich mit dem Erzbischofe Philipp vonCölln und dem Bischöfe zu Münster zurückkam, als (1177)die ersten Unruhen in Wcstphalen zwischen dem GrafenFriederich von Altena und Bernhardten von der Lippe,wovon wir den Erfolg in der Geschichte des Heerbannsbeybnngen werden, ausbrachen s). Er war wenigstensin diesem Jahre zu Hause und bestätigte wiederum dasKloster Oesede Z); wie es scheinet, so ließen sich die Klö-ster anfangs von jedem Bischöfe bestätigen, und mag esdaher rühren, daß sie demsilbem beym Antritt der Regie-rung ein Bette darbringen, wofern man dieses nicht lieberals eine Schutzurkunde ansehen will. Dem Kloster Ger-trudenberg erth ilte er auch (1189) sine neue Bestätigung li)und befteyete dasselbe nicht allein von allen Diensten, welche
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