Druckschrift 
6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
Seite
71
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von 918 bis N92.

H. 28.

(24.) Philipp.

Den Zehntproceß mit den Abtheyen zu Corvey undHerford, welcher nun schon über dreyhundert Jahr ge-währt hatte, brachte er endlich glücklich zu Ende, er ver-glich sich; und die Stadt Osnabrück erhielt unter ihm(1171) von Kayser Friederich 4- das Privilegium äenon evocanäl), wodurch diesem Orte allmählig eine ge-wisse Form gegeben wurde. Den Inhalt jenes Vergleichsund dieses Privilegiums werden wir nebst seinen Verord-nungen im Zehntwesen, in der Folge erzählen. Hier be-merken wir nur noch seine besondere Billigkeit gegen dieHofeSherrn, als welchen er das natürliche Recht nut Ein-stimmung der Gemeine einen Pfarrer zu wählen, undihm denselben zu präsentiren, mehrmals bestätigte u), an-statt daß andere daran zweifeln, ob jene dergleichen jemalsgehabt haben. Für das Kloster Gertrudenberg sorgte erinsbesondere, indem er dasselbe nicht allein abermals be-stätigte b), sondern auch darauf drung, daß es anstatteines erblichen Schirmvogts einen nach dessen Willen ab-gehenden Amtmann erwählen sollte c), womit jedoch die-jenigen, welche auf das Recht der Schirmvogtey Anspruchmachten, nicht zusncden seyn mochten. Auch erlaubte erdemselben so gar Lehngüter 6) zu erwerben, eine Erlaub-nis; die wohl nicht über ihre natürlichen Gränzen gehenkonnte, und sich auf den ersten Ansang beziehen mußte.Von ihm erhielten ferner das heutige Fräulein Stift undvormalige Kloster zu O.uerettheim e) in der GrafschaftRavensberg, dessen Schutzvogtey noch jetzt die Grafenvon der Lippe von unserm Stifte zu Lehn empfangen, und

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