64 Erster Abschnitt, Bischöfe
Wunsche, daß ihm derPabst das Recht der Ernennungwieder zugestehen machte, bewenden ließ b): so bleibtwohl kein Zweifel übrig, daß Udo, welcher auf Det-harden folgt, nicht sei) frey und ruhig erwählet worden.Derselbe war erst Probst zu St. Moritz in Hildesheun c)und vielleicht ein Bruder des edlen Herrn von Steinfurt,des Stifters von Claholte 6). Doch hat er es allerWahrscheinlichkeit nach nicht mit dem sächsischen Hause ge-halten, sondern als Lothar verstarb, und sein Schwie-gersohn Henrich erwartete, daß man ihm die Krone an-tragen sollte, in aller Eile den Herzog Conrad von Fran-ken erwählen helfen. Denn dieses geschähe in der Fasten(den 22 Febr. iiZ8) zu Coblenz und um Ostern diesesJahrs war Udo mit dem neuen Könige zu Cölln, wo ernebst andern Bischöfen auf Verlangen des Königs dasUrthei! finden half, wodurch der Rangstreit zwischen demProbst zu St. Gereon in Cölln und den Pröbsten zu Bonnund Xanten zum Vorcheil der letztern, weil sie Archidia-conen waren, entschieden wurde e). Um Pfingsten des-selben Jahres mar er auch auf dem Reichstage zu Bam-berg L), worauf Conrad von den übrigen sächsischenFürsten für ihren König angenommen wurde, und (1140)auf dem Reichstage zu Worms A). In seinem Stiftehat das Nonnenkloster Benevictmer Ordens, welches aufeinem Berge nahe an der Stadt Osnabrück liegt, ihmseine Stiftung zu danken ft). Vorher stand eine Capelledaselbst, welche dem E. Michael gewidmet, und von demBischöfe Benno Ii. in eins Kirche zur H. Gertrud ver-wandelt war; daher das Kloster den Namen Gertruden-berg führt. Benno hatte damals die Nonnen vom Hers-sebroeck dahin verfitzen wollen, damit aber mcht zu seinem
Zwecke