34 Erster Abschnitt, Bischöfe
war ernannt worden, gelobet hatte; und vermuthlichwürde er semer Kirchen und seinem Stifte alles nur mög-liche Gute verschaffet haben, wenn es d>e Zeitumständeerlaubt hatten. Denn in seiner Amtsführung zeigte er sichüberall als einen Mann von der größten Einsicht und Ar-beitsamkeit ; in der Zucht seiner Leute war er strenge undfast hitzig c), doch auch zu rechter Zeit gütig und nachge-bend; stine Einkünfte trieb er scharf ein ck), suchte aberdagegen auch den Eingesessenen seines Sprengels neueQuellen des Erwerbes zu öffnen. Insbesondere aber be-mühete er sich überall den Ackerbau, welchen er als eineWissenschaft erlernt hatte e), zu verbessern; und durchAnlegung neuer Wege den Flor seines Stifts zu befördern.Von ihm ist der erste Weg durch das sogenannte weisseFeld 5), woran unter semer persönlichen Aussicht vieletausend Menschen arbeiten mußten; und überhaupt war erein vortreffichsr Haushalter, der mit wenigen vieles auszu-richten wüste A). Das Stift hat ihm, wie wir an seinemOrte erzählen werden, in der mehrmals berührten Zehnt-sache sehr vieles, und das Benedictiner Kloster zu Iburg,was er jedoch erst spät zu Stande gebracht, und ebenfalsdem H. Clemens gewidmet hat, seine Stiftung zu dan-ken bl). Er befreyete dasselbe von allen Reisen und allenBeytragen dazu, ausser wenn der Kayser seinen Hof in derNachbarschaft zu Minden, Münster oder Paderborn hal-ten , und der Bischof sich dahin begeben; in diesem Fallesollte ihn der Abt, jedoch auf des BischofeS Kosten, be-gleiten. Auch sollte derselbe, wenn der Bischof seinenSend in Person abhalten würde, sich dabey wie andreOrdensgeistliche einfinden i). Diese Bcfreyung besteht
mit