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6 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 2
Entstehung
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Vorrede.

den allgemeinen Geschichtsschreibern selten, in wel-chen von diesen beyden polirischen Eigenschaften, Bftschöfe, Herzoge, Grasen und andre ausziehen; manunterscheidet den Heerbaunsdlenst, weicher einzigund allein auf die Vertheidigung der christlichenKirche und des Reichs geht, nicht von dem Lehn-dienste, der eine wettere Verpflichtung in sich fasset;und so ist es unmöglich, aufwahre Schlüsse zukom-men. Die ganze Handlung hat keine feste Zeich,nung und die Darstellung ist ohne Kraft. DerKayser hat als oberster Feldherr aller zur Reichs-Landwehr verpflichteten Wehren, oder als Haupteiner freyen Nation, ganz andere Rechte, alsOberlehnsherrn der Kronbediente, und doch wer-den bcyde immer verwechselt, so oft man fragt:ob der Kayser oder die Fürsten mir der Zeit gewon-nen oder verlohren haben ? Beyde, nemlich der Kay-ser als Oberlehnsherr, und die Reichsfürsten alsLehnleute betrachtet, sind im alten Heerbann undauf dem Mayfelde unbekannte Dmge. Ihr Ver-lust und Gewinn ist lediglich für Rechnung derNatwnalfreyheit und des Nationaleigenthums,und welcher Gcschichtschreiber hier nicht seinenStand faßt, der wud wahrltch die Erde nichtbewegen.

Der-