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Bericht über die zur Ausführung des Niederschlesisch-Märkischen-Eisenbahn-Unternehmens bis zum Ende des Jahres 1844 getroffenen Einrichtungen
Entstehung
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Wenn daher auch das eingeschlagene Verfahren, die Vollendung der Vorarbeitenmit gleichzeitiger auf einzelnen wichtigen Punkten der Bahn unternommener Bauausführungzu verbinden, dem Bedenken nicht entgehen dürfte, die formellen Bedingungen nicht strenge er-füllt zu haben, so ist doch anderseits nur diesem Verfahren es zu verdanken, daß die über 8 Mei-len lange Bahnstrecke zwischen Breslau und Licgnitz, woran erst am 28. August 1843 dererste Spatenstich vorgenommen wurde, in der Mitte des Octobcrs 1344 schon in Betrieb ge-setzt werden konnte, hier also in Beziehung auf Schnelligkeit der Ausführung ein Er-folg gewonnen wurde, der bis dahin nirgends in Deutschland erreicht war, sowie daß sichereAussicht vorhanden ist, die Strecke zwischen Liegnitz und Bunzlau im Jahre 1845, die Liniezwischen Bunzlau und Frankfurt im Jahre 1846 und auch die Zweigbahn nach Görlitzim Jahre 1847 zu vollenden. Ucberhaupt enthält ein so umfangreiches Unternehmen, wiedas des Baues der Nicdcrschlcsifch-Märkischen Eisenbahn, dem kein anderer unter den bisjetzt in Deutschland begonnenen Eisenbahnbautcn an Umfang gleich zu stellen ist, in sich selbstdie Berechtigung zu mancher Abweichung von dem usuellen Verfahren, was für Eisenbahn-bautcn geringeren Umfangcö nicht nnr als sehr zweckmäßig, sondern auch als leicht ausführ-bar erscheint.

Um hiernach den gegenwärtigen Stand des ganzen Unternehmens näher zu be-zeichnen, gehen wir die einzelnen erforderlichen und bereits vollbrachten Leistungen nach denHauptrubrikcn durch. Die sich daraus leicht ergebenden Resultate dürften am sichersten einenrichtigen Maaßstab für die rastlose und besonnene Thätigkeit gewähren, womit das Inte-resse des Unternehmens bis jetzt gefördert ist, sowie die günstigen Erfolge erkennen lassen,welche dadurch erreicht sind.

Griinberwerl'.

Znm Erwerbe des für den Bahnkörper und die erforderlichen Nebcnanlagen-thigcn Terrains waren, schon vor dem Eintritte der Dircction in ihre Functionen, in Ansehungder Bahnstrecke zwischen Liegnitz und Breslau vom hohen Königl. Finanz-Ministcrio Einlei-tungen getroffen. Ein dazu bestellter Commissarinö hatte das Terrain einstweilen im Na-men der Staatsbehörde dergestalt zu acquirircn, daß die mittelst der geschlossenen Ver-träge begründeten Rechte und Verbindlichkeiten nach vollständiger Constituirung der Gesell-schaft auf diese übergehen sollten. In Folge dieser höchst dankenswcrthcn Anordnung fan-den wir schon bei dem Beginne unserer Functionen einen Theil des für den Vau derV. Abthcilung erforderlichen Terrains als erworben vor und wurde es möglich, ungeachtetdes noch längere Zeit für die Gesellschaft fortdauernden Mangels an Corporationsrechtcn,mit dem Grundcrwcrbe unausgesetzt vorzuschrciten. Nach der Genehmigung des Gcsellschafts-