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kannten Sache gesprochen wird. Es muß wohl der Lateranische Rockgemeint sein, obschon von diesem sonst nicht gesagt ist, daß ein Stückvon ihm fehle. Möglich wäre indeß, daß zu Rom noch ein zweiterRock, wenigstens theilweise vorhanden ist und dafür konnte einigermaßen sprechen, daß in dem Streit des Trierer Churfürsten mit seinemEapitel jener behauptet, der Papst lasse Partikeln des ungenähtenRockes zu Rom verehren, und dieses nur einwendet, daß ihm davonnichts bekannt sei°). Indeß müssen wir dies, als bis auf weitere Be-weise ungewiß einstweilen dahingestellt sein lassen.
So viel aus Gonzaga. Ein reicher Schatz von Partikeln des un-genähten Nockes fand sich im Anfange des sechszehnten Jahrhundertszu Halle unter einer großen Menge von Reliquien, über welche ein1329 gedruckter Tractat Nachricht giebt ''). Es heißt darin S. 839 ^,,vom Rock, der mit Christo auffgewachsen XVI. partickel", S. 869,vom vngeteilten Nock Christi" und S. 838. „vom vngenethen Rockdes Herrn so zu Trier ist". Das letzte ist offenbar ein willkührltcherZusatz, daher entstanden, weil gerade damals der Trierer Rock zu be-sonderer Berühmtheit gelangt war und man also voraussetzte, daß diePartikel von ihm sein müsse, was freilich von der Unvcrletztheit dessel-ben nicht möglich ist. Ob diese Partikeln alle von einem Nocke odergar von mehreren herrühren , läßt sich natürlich nicht mehr ent-
a) Der Churfürst sagt in seinem Mandat vom 7. Juni 1030: „Nachdem wir„nun diese grobe ganz ärgerliche nndt höchstraffbare ttittamationem nndt ver-„schreyung so heiliger ksliquisn, darbey auch Wohl gahr die Päpstliche Hei-ligkeit und Deroselben allerhöchstgeehrte Vorfahren (alß welche dergleichen„paetioulas 6s tt'unioa Domini in der Stadt Rom mit höchster Verehrung„vorzeigen und vousrircn laßen) ,.«iuris «t sub unull.smuts schmählich an-„gezapsst werden, nicht also in sich ersitzen laßen khonnen" n. s. w. DasEapitel erwidert unter dem 23. Juli: obgleich mehrere von ihnen sich län-gere Zeit zu Rom aufgehalten, wüßten sie sich doch nicht zu erinnern, daßdort eine ganze Tuniea oder ein Stück davon sei; vermuthlich und viel-leicht werde dies als „Eins von den Übrigen Vnßers Herrn Kleidern" vor-gezeigt, in welchem Falle der Papst „ungezwevffelt bessere brieff und schein"darüber haben werde. Habe aber der Papst keine „schriftliche nhralte docu-„menta, so erhalten doch seine Römischen Reliquien durch continuirliche„Ausrufs- Vorweiß- und Verehrung glaubwürdige possession." — DasWort „angezapfft" steht nur in einer der vier in dem angeführten Akten-fascikel vorhandenen Abschriften; zwei andere haben angezebt, angetast (?);eine dritte scheint ganz verschrieben; die lateinische Uebersetzung hat laxau-tur. Auch bei den vorhergehenden Auszügen sind die sämmtlichcn, zuweilenetwas abweichenden Eremplare immer verglichen.
b) Vorzeichnuo vnd zceigung des hochlobwirdigen heiligthumbs der Stifftkirchender heiligen Sanct Moritz und Marien Magdaleuen zu Hatte. Hatte 1520. 4.Abgedruckt in Dreyhaupt Beschreibung des Saalkreises I, 853 — 8KL, nachwelchem Abdruck wir citireu. Die Masse der Reliquien betrug nach der amEnde stehenden Berechnung 813Z Partikeln und 42 ganze Heilige; der durchihre Verehrung zu erwerbende Ablaß Zg Millionen und 243,120 Jahre und6,540,000 Quadragen.