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[Nachtr. zu Th. 1 ] (1844)
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trachtet ward, fand man, daß die Vorderseite mit rothblumigem, jetztgrvßtentheils verschwundenem Damast überzogen war. So sonderbardiese Notiz klingt, so zwecklos die Sache scheint, so auffallend und ver-dachterrcgend ist es auch, daß man den Damast nicht gleich bei derersten Untersuchung entdeckte. War indcß der Damast wirklich vorhan-den, so ließ sich annehmen, daß die Figuren in diesem und nicht in demRocke selbst seien, obschon allerdings ein Thierkopf und geblümter Da-mast zwei ganz verschiedene Dinge sind. Die Notiz war wenigstens zuunklar, als daß sich aus ihr irgend ei» Beweis hatte entnehmen lassen,und daher ist sie früher von unö lieber unberücksichtigt geblieben.

Nun aber befinden sich nach jener mündlichen Nachricht die Fi-guren in dem Stoff des Nockes selbst und zwar in der Art,daß sie plötzlich abbrechen und nach einer andern Richtung fortlaufen,welches beweist, daß hier eine Naht ist, daß das Zeug ursprünglich inanderer Verbindung gewesen, zerschnitten und ohne Rücksicht auf dieFiguren zu neuer Form wieder zusammengefügt sein muß, kurz, daß derungenähte Rock zu Trier ein g enähter ist. Dieß steht allerdings inWiderspruch mit den sonstigen bestimmten Behauptungen, daß an demRock keine Naht zu erblicken sei, aber auch dieser Widerspruch wirddurch die Nachricht vollständig erklärt. Der Stoff, wird versichert, seiWolle, die aber, ohne Zweifel durch früheres häufiges Waschen inheißem Wasser filzartig geworden, wodurch zugleich, wie dies in sol-chem Fall zu geschehen pflege, die Nähte hätten unsichtbar werdenmüssen, so daß sie jetzt in der That nur an der Unterbrechung der Fi-guren erkenntlich seien.

Die Nachricht, an jene offieiclle von Cordel sich anlehnend, lautetso vernünftig und zusammenhängend, daß sie schon dadurch allein Be-achtung verdienen würde. Jedenfalls ergiebt sich daraus, wie nothig eSwäre, durch unparteiische Sachverständige und nur durch solche eine genaue Untersuchung des Rockes anstellen zu lassen, falls manin Trier ferner seine Aechtheit behaupten will. Ist man dort aufrichtigvon der Aechtheit überzeugt, so wird man eine solche Untersuchung umso weniger scheuen, als die Sache so steht, daß die Unterlassung der-selben einem Zugeständniß ganz gleich kommt.

Zu tz. 7. u. 8.

Die in diesen Paragraphen ausgesprochene Behauptung, daßzwischen 1196 und 1512 der h. Rock und die Tradition von der He-lena sich nicht des mindesten Ansehens erfreut haben, kann hier miteinigen nähern Belegen erläutert werden '').

a) Iii', von Sybel, dem schon seit längerer Zeit durch die Liberalität der K. H.Ministerien der Zugang zu den Archiven der Rheinprovinz eröffnet ist, war