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Die Abgabenkunde
Entstehung
Seite
165
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Nicht sich soll der Einzelne meinen, aber jeder meineden Bürger. Gemeingei st sey in aller Streben

— so nur gelangt man zum großen Ziel.

Und wenn dann ein Jeder das Seine thut —wenn Jeder sich klar zu machen sucht, daß nicht dasAnhäufen der Schatze den Reichen macht, daß nurArbeit und Zufriedenheit wahrhaft frohe Genüsse ge-ben, und daß das Glück nur weilt, wo Alle sich freuen

— dann wird in den Fluren, die der heitere Land«mann mit seinem Schweiße netzt, in den Städten, woHandel und Gewerbe frei sich regen, auch Keinermehr schaamlos dem Götzen opfern, in dessen Dienstder ewige Hunger guält (auri Sacra ismes).---

Daß durch die Größe ihrer Schuldenlast europäi-sche Staaten würden zu Grunde gehn, das haben dieEinsichtsvollen schon vor langer Zeit im Geiste gese-hen. Auch Adam Smith, auf dessen gehaltreicheSchriften wir uns in dieser Abhandlung öfters bezo-gen , hat ein solches Ende verkündigt. „Es ist Zeit"so lauten die merkwürdigen Schlußworte seines Werksvom National-Rcichthum — „ es ist Zeit, daß dieser„ (der brittischc) Staat seine künftigen Plane und„ Unternehmungen nach der wirklichen Mittelmäßigkeit„ seiner Umstände abmesse. " Ob Pitt, der Smiths Ver-dienst wohl eingesehen haben soll, bei der Regulirung derFinanzen des großbrittannischen Reiches wohl auch anjene Mittelmäßigkeit geglaubt hat ? — Der Wahn, alskomme die Nationalschuld nur auf Zinnse heraus,welche die eine Klasse der Einwohner der andernzahle, mag zwar bei den Meisten noch immer vorhal-