Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
55
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') Vgl. Vit» Lud>»r!i bei ll!ii»r Vinclie. Iiist. ?rsv. p»A. I.Z9. : lxpturOmnipoteu» veus tres pl»li»» m»xims ^I»>ü»m ^eutilium venireperiuisil super re^uum t Iiristiuunrui» et super prueilietum oivi-t»tsn> tribus vieibus; prim» »utein pI»A» er»t klr»eeoruin sui>Iniperutnre <loust»uts, ülio <loost»vtiui, qui ^ri»uus etkeetus est,0»tl>l>i!ens in totn nrlie persequen». Ssounck», gu»n-tn V»ncI»I>et ^Iei»»nni K»!ii»rnin re»innes suk Imporittoridus ^re»ltiu etIlnunrin tinmunnruin v»st»verunt. tkerti» llunnnrui» elo. Diefalsche Chronologie Emens, die auf den Gesten beruht, rügt Scheck-mann, doch ohne selbst eine richtige Zeitbestimmung zu geben.

') S. 64 findet der Vf. davonkein Wort daß Enen den Agritius 342sterben lasse." Aber gerade an dieser Stelle steht es; daß 332 Druck-fehler für 342 durch Auslassung eines x sei (wie eben vorher 334

scharfsinnig bald auf Thracier, bald aufGeten d. i. Gothen," baldauf Franken, bald auf Westgothcn räth, während die damals imOrient, in Griechenland obsiegende Partei der Arianer unter Con-stantius gemeint ist;^) oder wenn er S. 49 über den offenbarenDruckfehler Basel, den Scheckmann weislich gleich richtig übersetzthat, conjecturirt, oder umgekehrt S. 161 das allbekannte Wort burß,bui'sa, für einen Druckfehler hält, oder S. 129 den Usuardus seinMartyrologium den ersten September schreiben läßt, wo kalendasSept. bloß das Citat ist. Um im Costüm zu bleiben, durfte er unsnatürlich nicht ungehudelt lassen, und er hat dabei eben so treu denIngrimm, wie die Gehaltlosigkeit der sonstigen Entgegnungen copirt.So hat er den spaßigen Einfall, die Regensburger vlaemische Ge-lehrsamkeit aufzubieten und das Wortflockmeren" von flonkcren(flackern, dann lügen) abzuleiten. Es sieht natürlich jeder, der nurden entferntesten Begriff von Grammatik und Wortbildung hat, daßdiese Ableitung eine unmögliche ist. Daßflockmeren" Mähren,Erzählungen, Nachrichten sind, welche flockenartig haltlos hin undwieder im Munde des Volkes umherfliegen, zeigt das Wort, dasschwerlich eine andere Etymologie zuläßt, zeigt der Gegensatz beiEnen: sehr alte Historien und Bücher, zeigt Schcckmanns(Übersetzungvon gam rumi»eru vul^i voce," wozu nicht Gegen-satz ist, wie hier unwahrer Weise steht: vor» vul^i narrutione,sondern:sock In8toi-Ü8 et guickem vetustissimiswährend die indem neuen Enen beliebte UebertragungVorspiegelungen" gar keinenGegensatz zu denBüchern" bildet, als in welchen ebenfallsVor-spiegelungen" stehen können. Mit gleich gutem Humor sind dieübrigen Einwürfe erfunden; da sie Niemanden irren können, sondernoffenbar nach Absicht des Verfassers in sich selbst zerfallen, so gehenwir nicht näher darauf ein.')