Druckschrift 
3 (1845)
Entstehung
Seite
12
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bleibt dahinten und ersetzt, was ihr an Wahrheitsliebe und Kenntnissenabgeht, durch Lärmen, Schimpfen und Aufhetzen. H

Die Unredlichkeit mit der man sich so gegen uns auf Schrift-steller beruft, die vielfach und gerade in wichtigen Punkten mit unsübereinstimmen, ist um so größer, da diese fämmtlich einen wichtigenBeweisgrund, das Stillschweigen des Pilgers von Bordeaux, wel-ches eben so entscheidend ist, als das des Eusebius, gar nicht be-rühren, vermuthlich auch nicht einmal kannten. Das Argument hatzuerst Wesseling in seinen Noten zu jener Stelle 1735 in die Un-tersuchung gezogen. Hr. Binterim widerlegt es kurz und schlagendmit den Worten:Wir besitzen diese Rcisebeschreibung oder Pilger-fahrt von Bordeaux nach Jerusalem im Jahr 333 nicht," undfindet sich vollkommen beruhigt. Wir erinnern uns einmal auf dienaive Frage, ob Hr. Binterim denn wirklich ein so großer undscharfsinniger Gelehrter sei, die naive Antwort gehört zu haben:o ja, Sie sollten einmal sehen, wie viel Bücher er hat " DenZauberspruch, um den unbequemen Augenzeugen zu bannen, hat indcßHr. von Görres S. 105 gefunden. Er meint:der Pilger kam,als man noch über der Basilica über der Gruft baute; als man anden noch vorhandenen Spuren der Stadt sich eben oricntirtc. DasKreuz war also begreiflich noch nicht ausgestellt." Diese Worteverrathen ein größeres Maß von Verlegenheit als von Scharfsinn.Um das Kreuz, das doch durch die wunderbare Aufsindung längstberühmt sein mußte, den Andächtigen zu zeigen, brauchte es wahr-lich nichtaufgestellt" zu sein, und hätte man die armen leicht-gläubigen Pilger wohl mit dem Stein, den die Bauleute verworfen,gefoppt, wenn man Reliquien, wie das Kreuz, vorzuzeigen gehabthätte? 2)

') Auw Hr. Clemens, der in diesem Abschnitt ganz nach Hn. BinterimsNoten singt, daher wir ihn minder berücksichtigen, darf sich dies mer-ken. Indem Hr. Binterim die ProtestantenHospinian, Salmas,Dalläns, Schmid und Basnage" als Bestreite? der Helenalegendcanführt, macht er sich der entgegengesetzten Unwahrheit schuldig.I. Andr. Schmid (IIa eruais Unmmlous per Uslennm inventioue.Nol,»5t. 1724. 4. >>g. 56> hält die Mitwirkung der Helena fest, vor-nämlich auf das Zeugniß des Aber Pontifiealis und der Spnobalepisteldes Eusebius, welche dock Papebroch S. 363 schon für ganz hand-greiflich untergeschoben erklärt hatte, ein Zeichen daß es auch protestan-tische Unkritik giebt.

') Unserer hierauf gegründeten Annahme, daß man das Kre»; zwischen333 und 337 zu finden verstanden habe, setzt Hr. B. entgegen, daßja dann das Schweigen des Eusebius auch hiergegen geltend gemacht