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lastikers.') Es versteht sich, daß bei diesen Unterscheidungennach freister Convonionz, ohne irgend eine Rücksicht auf die Be-schaffenheit des Stoffes und der vorhandenen Handschriftenverfahren wurde. Wir bedauern, daß auch die Hn. Wyttenbachund Müller, die nruesten Heransgeber der Gesten, obgleich imBesitze aller denkbaren Hülfsmittel, diesen Schlendrian nichtverlassen haben: wir bedauern das, können aber keine Sylbevon dem in unsrer früher» Schrift darüber gefällten Urtheilezurücknehmen.
Drei Umstände sind es, welche über die absolute Grund-losigkeit der Trithcmschen Angaben schlechthin entscheiden.
1. Trithem ist im Allgemeinen kein vcrdachtloser Zeuge.Ein Mann, der zwei ganze Chroniken ans dem Kopfe fabricirtund als Neste grauen Altcrthums in die Welt schickt,") kannauch eine erdichtete Geschichte von der Anfertigung einer drittenden Nachkommen aufbinden. Der Verdacht liegt um so näher,als Trithem durchaus keinen Wink über die Quellen dieserDarstellung gibt, als sein Verzeichniß von den gröbsten Fehlernwimmelt, deren meiste ihm Wyttenbach und Müller, so weitHillar dieselben nicht schon ausgemerzt hat, getreulich nachbeten.Im Jahre 996 soll Thcodorich gestorben sein, er wird aber erstMönch im Jahre 1996:") im Jahre 1933 soll Lambert vonLegiasScholastiker werden, er schreibt aber erst 1148 die Actendes h. Mathias. Diesen Lambert nennt er Verfasser der VitaAgricii, was nach innen und äußern Gründen völlig undenkbarist; denselben bezeichnet er als Urheber der Legcnda Aurea, dieerst einige Jabrhundert später abgefaßt wurde. Auch sonstzeigt er grobe Unknndc der Trierschen Geschichte. Die Auffin-dung des h. Matthias setzt er zu 1135 statt zu 1127, jene deseingenähten Rockes zu 1218 statt zu 1196 ec.
') Daß Hr. Clemens riefen Standpunkt für die Splvesterurkundenickt mit einem Worte geltend gemacht hat, ist bezeichnend genug.Entweder hat er ihm auf unsere Auctorität hin (Note 8 des An-hangs nnsrcr Schrift) nicht trauen mögen, was uns wenig wahr-scheinlich dünkt, oder er hat ans unsrer Schrift überhaupt zun, erstenMale etwas über trierschc Altcrthümer vernommen, welche Annahmekeine sonderlichen Schwierigkeiten bietet.
') l'öbell Gregor von TourS dritte Vellage.
') Er selbst sagt es in der von ihm beschriebenen lnvemio oisi.