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gnügen, wie bereitwillig Hr. Clemens uns in diesem Verfahren ent-gegen kommt. Anch er sieht von jenem Materielle auf das Voll-ständigste ab, anch er halt sich streng^ an die Resultate und diebei uns sichtbar gewordenen Beweise dafür, er erspart uns sorg-faltig jede Thatsache und jede Quelle der Trierschen Geschichte,die wir nichr selbst schon angeführt hatten. Da er aber dochetwas wild mit diesen unfern Anführungen umspringt, da ersteals wurzellose Stangen beinahe ganz auf den Kehricht werfenmöchte, so scheint es angemessen, ihn jetzt auf die Wurzeln desBaumes aufmerksam zu machen, die sich in weiterer Ausdehnungdurch die ältere Geschichte Triers verbreiten, und hier lind darecht massenhaft zu Tage treten. Es ist nicht unsere Schuld,wenn darüber die Wissenschaft des Hn. Clemens in Stolperngeräth und nebenbei ein gutes Theil anderweitiger KostbarkeitenTriers zu Falle kommt.
§. 1.
Die Sylvesterurkunde in Balduins Urkundcnbnck stammtaus dem t2. Jahrhundert.
Das gesammte historische Material für die Geschichte desRockes vor 1150 besteht:
1. Aus einer Geschichte in dem Leben des Agritius, vomEnde des 11. oder dem Anfang des 12. Jahrhunderts.
2. Aus einer angeblichen Urkunde des Papstes Sylvester,deren Unachtheit gewiß und auch von Hn. Clemens eingeräumtist. Dieselbe liegt in fünf verschiedenen Formen vor, zweien,deren Herkunft und Alter nicht bezeugt, sondern zu erschließenist, drei andern, von denen eine der Rock nicht kennt, die zweiteden Rock und andre Reliquien, die dritte den Rock und fernereZusätze erhalten hat. Die erste von diesen dreien steht in demLeben des Agricins, die zweite findet sich in der (Zestis Teovi-rm-um (Geschichte von Trier), die jünger sind, als das Lebendes Agritius, und sonst nirgends, die dritte in dem Urkunden-buche Balduins, aus dem 14. Jahrhundert.
Man sieht, je vollständiger jede dieser drei Formen ist, destospäter erscheint sie. Wer die frühere Eristcnz einer dieser voll-ständiger» behaupten will, muß sie mit festen Gründen erweisen.