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1 (1845)
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vor der Byfsus erscheint einmal als die luxuriöse Kleidung desreichen Mannes, ein anderes Mal unter kostbaren Handelsartikelnaufgezählt. Luc. 16, 19. Off. 18, 12. Auch bei den spälern Ju-den finden wir oft Kleidungsstücke aus Wolle, zu denen wir eherLeinen voraussetzen würden.

Diese Andeutungen mögen geniigen, um die Gründe zu zeigen,wcßhalb wir dem Urtheil früherer Gelehrten, 'H als Stoff der un-genähten Tunika sei Wolle anzunehmen, beitraten. Die weitereAusführung ist hier nicht am Ort, da wir noch immer nicht überden Stoff des Rockes unterrichtet sind, und, falls derselbe wirklichWolle ist, keine Differenz zwischen uns und den Gegnern obwaltet.

Wenig bleibt uns über die Structur des Rockes zu bemer-ken übrig. Neue sichere Angaben sind über dieselbe nicht gemachtworden. Zwar versichert Hr. Ney S. 16 aus voller Ucbcrzcugung,mit seinem Vergrößerungsglase das Gewebe, das in der Art wieTuch sei, genau erkannt und die Fäden einzeln unterschieden zu ha-ben , und wir würden dieses Zcugniß gern mit den übrigen auffüh-ren, wenn es nicht dadurch wieder ganz seinen Werth verloren hätte,

1) Irl). 13, 4. 5; Math. 12, 20 als Docht <Off. 15, 6bezieht sich auf die Priesterklcidnng); Ap.1V, 11: 11, 5; öckü-

Luc. 24, 12. Joh. 19, 40 ; 20, 5. 6. 7 ; n-r-cku,'? Matth. 27, 59.Marc. 14, 51. 52; 15,46. Luc. 23, 53. Auch Marc. 14, 51 ist av--tu!-/ nichts als ein umgeschlagenes Tuch. Hr. vr. Biuterim, der dieseStelle S. 47 mit plumpem Witze gegen uns anführt, möge sich ge-fälligst, etwa aus Harmar Beobachtungen über den Orient >1, 413 ff.,etwas besser unterrichten. Bon der Ncrdrehung, welche er ebendaselbstvorbringt:das Leinen muß also nicht so rar oder thener gewesen sein,wie die Bonner uns vor schwätzen wollen," nehmen wirgern an, daß sie allein durch Schwäche des Auffassungsvermögens ver-anlaßt ist. Wir theilcn sie daher hier nur als Stilprvbe mit : alssolche mag sie zeigen, weß Geistes Kinder unsere Gegner sind- Nurdas mag hier noch bemerkt werden, daß Hr. Pfarrer Biuterim mitseinen Worten S. 46 :die Prof. legen S. 6. dem Hn- Marx zu Last,er habe die Worte Browcrs, daß der Rock seines Leinen sei, nicht er-wähnt, da Hr. Marx doch S. 149 die eigene Worte Browcrs in derbi. c. anführt," entweder diese Note o im Schlaf gelesen hat, odersich einer groben Unwahrheit schuldig macht. Auch das ist falsch, daßwir dies Hn. Marxzu Last gelegt."

2) Wollene Stolen, Mocd qatan 28, b; wollene Windeln, Targ. Eka 2, 20.

3) Dicß sagt auch Euthym. Zig. zu Matth. 27, 35. Ebenso Casaubonus,kxern. XVI, 84. p. 630 Ferrarins III, 3. Schurzfteisch ^nt. ecc!.oonlr. V, 2. Braun S. 472.