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1 (1827)
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Predigt am Sonntage Quinquagesimä.

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darüber. So groß und wunderlich Ding ist es, daß des Men-sehen Sohn gecreutziget wird willig und gern, die Schrift zu er-^ füllen, das ist, uns zu gute; es ist ein Geheimniß und bleibet einGeheimniß. Hieraus folget nun, wie thörlich die thun, so dalehren, daß die Leute sollen ihr Leiden und Sterben geduldig tra-gen, ihre Sünden zu bilden und Gnade zu erlangen, und son-derlich, die da trösten die, so man soll abthun durch das Gerichtund Urtheil, oder die sonst sterben sollen, und geben für, wo siees mit Willen leiden, werde ihnen darum alle ihre Sünde ver-geben. Das sind Verführer, denn sie verbergen Christum mitseinem Tod, darauf unser Trost stehet und bringen die Leute auffalsch Vertrauen ihres eigenen Leidens und Sterbens. Das istdas allerargste, das einem Menschen am letzten Ende widerfahrenkann, damit er stracks zu in die Hölle geführet wird. Du aberlerne und sprich: Was Tod! Was Geduld! Mein Sterbenist nichts; ich will es auch nicht haben noch hören zu meinemTrost; Christi Leiden und Tod ist mein Trost, darauf verlasseich mich, daß mir dadurch meine Sünden vergeben werden; abermeinen Tod will ich meinem Gott zu Lob, Ehren, frey, umsonst,und meinem Nächsten zu Nutz und Dienst leiden, und mich nichtsüberall darauf verlassen. Es ist gar viel ein ander Ding, kecklichsterben, oder den Tod geduldiglich leiden, oder sonst eine Peintvilliglich tragen, und ein ander Ding, durch solch Sterben oderLeiden Sünde vertilgen und Gnade vor Gott erlangen. Das erstehaben wol Heyden gethan und thun es noch manche lose Bubenund rohe Leute; aber das andere ist ein gifftiger tödtlicher Zusatz,vom Teufel erdacht, wie alle andere Lügen, damit er Zuversichtund Trost auf unser eigen Thun und Wercke gestifftet hat, dafürsich zu hüten ist. Denn so fast ich mich wehren soll, so jemandmich lehret, ich soll in ein Kloster gehen, wolle ich selig werden:so fast soll ich auch widerstreben, wo mir jemand am letzten Endemein Sterben oder Leiden zum Trost und Hoffnung aufrichtenwollte, als sollte mir das nütze seyn zur Abwaschung meinerSünden. Denn alles beydes ist Gott und seinen Christum ver-leugnet, seine Gnade verlästert, und sein Evangelium verkehret.Die aber thun viel besser, die den Sterbenden ein Ccucift'x vor-halten, und vermahnen sie des Todes und des Leidens Christi.

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