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1 (1827)
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47
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Predigt am Sonntage Septuagesima.

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»Ali

so ists doch vergebens, was ich thue und vornehme. Was nunfür unartige, sichere Leute aus solchem Gedancken wachsen, kannjedermann bald bey ihm selbst abnehmen. Nun ist an der Wei-sen Tage, da wir den Spruch des Propheten Micha gehandelthaben, genugsam angezeiget, daß man vor solchem Gedancken, alsvor dem Teufel sich hüten und eine andere Weise zu studierenund von Gottes Willen zu gedencken vornehmen soll; nemlich,man soll Gott in seiner Majestät und mit der Vorsehung zu-frieden lassen, denn da ist er unbegreifflich. Und ist nicht mög-lich, daß ein Mensch nicht sollte aus solchen Gedancken geärgertwerden und entweder in Verzweiflung fallen, oder gar ruchlossich in die freye Schantze schlagen. Wer aber Gott und seinenWillen recht erkennen will, der soll den rechten Weg gehen, sowird er nicht geärgert, sondern gebessert. Der rechte Weg aberist unser Herr Christus, wie er gesagt hat Joh. 14, 6.- Niemandkömmt zum Vater, denn durch mich. Wer nun den Vater recktkennen und zu ihm kommen will, der komme vor zu Christo undlerne denselben erkennen, nemlich also.- Christus ist Gottes Sohnund allmächtiger, ewiger Gott. Was thut nun der Sohn Got-tes? Er wird Mensch um unsertwillen, er gibt sich unter dasGesetz, daß er uns vom Gesetz erlöse; er läßt sich creutzigen undstirbt am Creutz, daß er für unsere Sünde bezahle, und stehetwieder auf von den Tobten, daß er uns durch seine Auferstehungden Eingang zum ewigen Leben mache und wider den ewigen Todbelfe, und sitzt zur Rechten Gottes, daß er uns vertrete und denheiligen Geist schencke, und durch denselben regiere und führe, undwider alle Anfechtung und Eingeben des Teufels seine Gläubigenbewahre. Das heißt Christum recht erkennen. Wo nun dieseErkenntnis fein und vest im Hertzen ist, alsdenn fahe an undsteige hinauf in Himmel und mache deine Rechnung.- Weil derSohn Gottes solches um der Menschen willen gethan hat, wiedoch Gottes Hertz gegen uns Menschen stehe, sintemal sein Sohnaus des Vaters Willen und Befehl solches thut? Da wird dichgewißlich dein eigen Hertz zwingen, daß du sagen mußt: WeilGott seinen eingebornen Sohn so hingegeben und seiner um un-sertwillen nicht verschonet hat, so muß ers je mit uns Menschennicht übel mennen; er will je nicht, daß wir verloren'sollen wer-den, sintemal er die höchsten Mittel suchet und brauchet, daß eruns zum Leben helfe. Auf diese Weise kömmt man recht zuGott, wie denn Christus selbst prediget Joh. 3, 16. Also hatGott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf

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