Druckschrift 
1 (1827)
Entstehung
Seite
43
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Predigt am vierten Sonntage nach Epiphania.

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dich vor solchem Wetter nicht, sondern fürchte dich vor Gott, daßdu der Welt halben von seinem Wort nicht abweichest, und wagees trotzig drauf, es sey um der Welt Gunst willen nicht ange-fangen , darum müsse es ihrer Ungunst und Zorns halben auchnicht gelassen werden. Das ists, das der Evangelist uns willlehren, indem, daß er sagt.- Die Ungestüm habe sich allererst er-haben, da Christus in das Schiff getreten und auf das Meervom Lande wegkommen sey; auf daß wir ein Sprüchwort darausmachen und sagen- Willst du ein Christ seyn, so mußt du ge-warten, daß der Wind und das Meer ein Ungestüm anrichtenwerden. Willst du Christum und den Glauben predigen und be-kennen, so wirds wüste zugehen in der Welt. Es dienet abersolches uns auch dazu, daß wir den bösen und unnützen Läster-mäulern wissen zu antworten, die mehr nicht können, denn dasEvangelium lästern und sprechen- Vorhin, ehe diese Lehre auf-kommen, war es fein still und alles vollauf; jetzt ist so viel Un-glücks, daß niemand erzehlen kann, Rotten, Krieg, Aufruhr,theure Zeit, Türcke und aller Jammer. Wer nun solche schänd-liche Lästermäuler stopffen will, der spreche zu ihnen - Lieber, hastdu es nie im Evangelio gelesen, alsbald Christus in das Schiffund auf das Meer kommt, daß sich ein Ungestüm erhebt? Nunists aber nicht des Herrn Christi, sondern des Teufels Schuld,der ihm feind ist und will ihn nicht leiden. Also ist er demEvangelio auch feind, wollte derhalben gern so viel Unruhe undJammer auf Erden anrichten, daß es müßte zu Boden gehen.Aber das blinde verstockte Volck will solches nicht sehen nochmercken; allein siehets auf den Unrath und Mangel, und lästert,es sey des Evangelii Schuld. Was aber Gutes aus dem Evan«gelio komme, wie man Gott dadurch erkennen, zur Vergebungder Sünden kommen und heilig könne werden, solches wollen sienicht sehen. Wie meynest du aber, daß Gott solches gefallenwerde, der keinen höhern Schatz hat, denn sein Wort, und unsbesser und mehr nicht helfen noch rathen kann von Sünde undTod, denn durch das Evangelium, und es doch so greulich ge-unehret und gelästert wird, indem, daß man ihm Schuld gibt,es errege alles Unglück w. Was wird aber für eine Strafe aufdiese Lästerung folgen ? Diese, daß Gott solcher Lästerer Hertzenund Augen gar verblenden wird, daß sie die herrlichen grossenWohlthaten Gottes nicht sehen, und mit den Jüden also müssenverstockt werden und bleiben, daß sie mehr nicht können, dennGott lästern und zuletzt zum Teufel fahren. Solcher Lohn ge-