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1 (1827)
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25
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Predigt am NeujahrStage. 26

helfen kann und will. Ausserhalb dieses Stündleins sehen wir,leider! daß wir dieses Heilands nicht viel begehren, noch nach ihmfragen. Denn, wer gesund ist und den Kasten voll Gülden hat,der darf des Herrn Jesu dazu nicht, daß er etwas kaufe, er kannsmit dem Geld ausrichten. Also ists mit andern zeitlichen Gabenauch; Vernunft, Weisheit, Gewalt kann alles helfen in den Sa-chen , dazu es geordnet ist. Eine Mutter kann der Kinder mitEssen, Trinken und anderm warten; ein Artzt eines Krancken;ein Jurist einer bösen oder verlornen Sache. Aber wenns mitdiesem zeitlichen Leben will aus seyn, und das Gewissen seineSünden vor Gottes Gericht nicht leugnen kann und derhalbenin Sorgen und Gefahr der ewigen Verdammniß stehen muß: daist die rechte Zeit, daß dieser Heiland Jesus komme; denn dakann weder Kayser, weder Vater noch Mutter, weder Artzt nochJurist, ja, weder Engel noch einige Creatur mehr helfen. Wowillst du denn Hülfe oder Rath suchen? Nirgend, denn bey die-sem Kindlein. Denn eben solcher Noch halben heißt es Jesus,daß er da seyn und helfen will allen, die solche Noch erkennenund Hülfe bey ihm suchen. Wer nun in Anfechtung der Sündenund Todesnöthen aus vestem Glauben sagen könnte: Das Kind-lein, der Jungfrau Maria Sohn, heißt Jesus, das macht michselig von meinen Sünden, auf ihn verlaß ich mich und sonst aufniemand, weder im Himmel noch auf Erden, der wäre gewißlichselig. Nach den Worten hat mans bald gelernet; aber daß mausvon Herben und wahrhaftiglich ohne allen Zweifel glaube, dawills mit uns nirgend hernach. Darum soll mans wohl mercken.-So dir irgend ein Uebel auf Erden widerfahrt, kannst du davonlos werden durch menschliche ordentliche Hülfe, wohl gut; wenndu aber am Tode liegst und sterben sollst, so verzeihe dich alles,siehe allein nach diesem Heiland und sprich: Ich weiß noch einenArtzt, Juristen, Kayser, König, Theologum, nemlich das Kind-lein Jesum, der kann und will vom ewigen Tod erretten.

Darum mögen wir solchen Namen uns lassen lieb und be-fohlen seyn, und in allerlei) Anfechtung uns daran halten, daßder Sohn Gottes und unser Herr Christus Jesus Heisse, und einHeiland sey. Wie denn bald im Paradies von ihm gesagt ist:Er soll der Schlangen den Kopf zutreten, das ist, uns helfen wi-der den Teufel und sein Reich. Gott, der Vater alles Trostsund Barmhertzigkeit, wolle solchen Glauben und Zuversicht inuns taglich mehren, und uns durch seinen Sohn, Jesum Chri-stum, unfern Heiland, ewig erhalten. Amen.