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1 (1827)
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Predigt am Weihnachtstage.

seyn, was ihnen begegnet, aus Ueberfluß des fröhlichen Gewissens,das sie in Christo haben. Siehe, einen solchen guten Willen,Wohlgefallen, Gutdüncken in allen Dingen, sie seyn gut oderböse, meynen die Engel allhier in ihrem Gesänge. Denn wo dergute Wille nicht ist, da bleibet nicht lange Friede. Er leget auchalle Dinge aufs ärgste aus, machet allezeit das Uebel groß, undaus einem Unfall zween. Darum, wie es Gott mit ihnen ma-chet, so gefallet es ihnen nicht, und wollens anders haben; sogeschicht denn, das Psalm 18, 26. 27. stehet: Herr Gott, mitdem, der alles für auserwahlet halt, machest du es auch auser-wahlt; das ist, der solchen Wohlgefallen hat in allen Dingen,den lassest du wiederum dir und allen gefallen; aber mit denVerkehrten verkehrest du dich auch, daß, wie ihm du und alledein Thun und Schassen nichts gefallet, also gefallet er dir undalle dem Deinen wieder nicht.

Aus diesem Gesang mögen wir lernen, was die Engel fürEreaturen sind. Laß fahren, was die natürlichen Meister davonträumen, hier sind sie also alle abgemahlet, daß sie nicht bessermögen abgemahlet werden, daß auch ihr Hertz und Gedanckenhier erkennet werden. Zum ersten, indem, daß sie mit FreudenGott die Ehre zusingen, zeigen sie an, wie voll Licht und Feuersie sind, erkennen, wie alle Dinge Gottes allein sind, geben ihnenselbst nichts, mit grosser Brunst tragen sie die Ehre allein demzu, deß sie ist. Darum, wie du wolltest dencken von einem de-müthigen, reinen, gehorsamen, Gott lobenden und fröhlichenHertzen in Gott, so dencke von den Engeln. Und das ist daserste, damit sie gegen Gott wandeln. Das andere ist die Liebegegen uns, gleich wie wir droben gelehret sind zu thun. Hierstehest du, wie günstig grosse Freunde sie uns sind, daß sie nichtsweniger uns gönnen, denn ihnen selbst, freuen sich auch unsersHeils so fast, als ihres eigenen: daß sie fürwahr in diesem Ge-sang uns eine tröstliche Reitzung geben, des besten zu ihnen zuversehen, als zu den besten Freunden. Siehe, das ist recht, dieEngel, nicht nach ihrem Wesen, damit die natürlichen Meisterohne alle Frucht umgehen, sondern nach ihrem Inwendigsten,Hertz, Muth und Sinn verstanden, daß ich weiß, nicht was siesind, sondern was ihre höchste Begierde und stetiges Wecck ist,da stehet man ihnen ins Hertz. Das sey genug von diesemEvangelio.