Predigt am zweyten Advent-Sonntage.
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und allem da liegen. So Wieds zu der Zeit stehen, so wirdman's finden.
Darum spricht Christus zu seinen Jüngern und Christen:Hütet euch, daß ich euch unter diesem rohen Haufen nicht finde.Wenn sie sprechen werden, es hat noch nicht Noch, in demselbenAugenblick sollen sie da liegen. Also gings, da Loch seine Eydameoder Tochtermanner vermahnete, ward er verlacht. Denn sie ge-dachten also.- O, es hat diese Stadt so lange Zeit gestanden, siewird noch wol eine Weile stehen bleiben! Des andern Tagesaber, ehe sie aufstunden, waren sie todt und schwummen imFeuer. Das will die Welt haben. Christus ist wol entschuldiget,er hat die Welt treulich gewarnet, und laßt den Leuten noch heu-tiges Tages predigen; aber es hilft nichts. Sie sollten wol er-schrecken und denken: Der Mann, welcher uns solches predigenlaßt, wird uns nicht lügen; aber sie fahren fort in ihrer Sicher-heit und sprechen: Ich will dieweil mein Biergen trincken.Wolan, spricht Christus dagegen, so geschieht dir auch recht; duhast nicht wollen hören, ich habe dich gewarnet, darum will ichdich auch plötzlich schlagen. Alsdenn werden sie müssen sagen, essey ihnen recht geschehen; jetzt fragen sie nichts darnach. Aberder Herr spricht: Der Tag werde kommen, wie der Blitz; da mö-gen wir uns nach richten. Ja, wir wünschen, daß er komme,um der Sünde willen; denn Gottes Name wird in diesem Lebennicht geheiliget, sondern vielmehr verlästert; sein Reich wird ver-hindert, sein Wille geschieht nicht auf Erden, das tagliche Brodwird uns entzogen, unsere Schuld wird immerdar mehr, und dieVersuchung höret nicht auf; darum bitten wir: Himmlischer Va-ter, zukomm dein Reich, erlöse uns vom Uebel. Hilf, hilf, Gott,schlag drein und mach es ein Ende. Zum andern tröstet uns derHerr und ermahnet, daß wir uns freuen sollen, wenn wir sehenFinsterniß der Sonnen und des Monds, Cometen, und daß sichalle Creatur anders stellet, und nicht mehr ist in gewöhnlichemBrauch. Wenn ihr sehen werdet, spricht er, daß Sonne undMond die Augen verkehren, so ist es Zeit, daß die Creaturen ster-ben. Gleichwie ein Mensch, der jetzt seelzoget, halb finster flehetund die Augen verkehret, dem Ende und Tod nahe ist, also auch,,wenn die Welt die Augen verkehret, und es gar anders wird: sowisset, daß der Welt Ende da ist; hebet eure Haupter auf, underschrecket nicht dafür, denn eure Erlösung nahet sich. DieseWorte sollte man mit güldenen Buchstaben ins Hertz schreiben,denn sie aus der Maassen wol trösten alle diejenigen, die das