Druckschrift 
1 (1827)
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4
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4 Predigt am ersten Advent-Sonntage.

daher reitet, wie ein Bettler, auf einem entlehnten Esel, derweder Sattel noch anders Gerathe hat, daß die Jünger noch ihreKleider auf den Efel legen müssen, daß der arme König sich be-helfen könne. Derohalben können sich die Jüden mit Nichtenentschuldigen; denn hier ist eine helle, klare Weissagung, wennChristus zu Jerusalem werde einreiten, so werde er nicht, wiesonst weltliche Könige, auf hohen Pferden, mit Harnisch, Spieß,Schwerdtern und Büchsen kommen, welches alles zum Ernst ge-höret und eine Gewalt anzeigt; sondern er werde kommen, wiees der Evangelist nennet, sanftmüthig, oder, wie der Prophetspricht, arm und elend. Als wollte der Prophet jedermannwarnen und sprechen: Habt ja auf den Esel gute Achtung undwisset, daß der, so drauf kommt, der rechte Christus sey. Darumhütet euch, und gaffet nicht auf die güldene Krone, sammeleKleider und güldene Stück, noch auf einen großen reisigen Zeug;denn Christus wird elend kommen, mit betrübtem und sanft-müthigem Herzen, und auf einem Esel sich sehen lassen; das istalle seine Pracht und Herrlichkeit, die er in seinem Einreitengen Jerusalem vor der Welt führen wird. Diese Weissagungnun verursachet den Herrn zu diesem Einzug, und ist ihm sehrviel daran gelegen. Derohalben er den Jüngern auch die Sacheso sseissig besiehlet, und nicht bey Nacht, noch heimlich, sondernöffentlich, bey Hellem, lichten Tage, zu Jerusalem einzeucht; nichtallein, sondern mit einer großen Menge Volcks, das vor - undnachgehet und ihm, als dem rechten. Sohn Davids, zuschreyet,wünscht ihm auch Glück und Heil zu seinem Königreich: daß alsodas ganze Jerusalem solchen Einzugs muß gewahr werden, denEsel und diesen armen König sehen und hören, von welchem Za-charias hatte geweissaget und die Jüden gewarnet, daß sie sichan der armen Gestalt und dem bettlerischen Einzug nicht solltenargern, sondern sollten den Wahn fallen lassen, daß sie gedächten,Christus würde mit weltlicher Pracht kommen. Es wird wolein König seyn, spricht Zacharias, aber ein elender, armer König,der gantz und gar kein Ansehen eines Königes hat, wenn manihn nach der äußerlichen Pracht rechnen und ansehen will, welchedie weltlichen Könige und Fürsten vor der Welt führen. Da-gegen aber, sagt Zacharias, »verde dieser arme und bettlerischeKönig eine andere Macht haben, denn sonst alle Kaiser und Kö-nige gehabt haben, die jemals auf Erden kommen sind, sie seyngleich so große und machtige Herren gewest, als sie immer ge-konnt haben; denn er heißt .susw« ett 8slnator, nicht ein reicher,