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XIV Vorwort.
diejenigen Ansichten verwerfen, welche die Philosophie des Ta- ,ges in sie hineinzutragen versucht hat, und eben so kraftigdem mystischen Unwesen den Stab brechen, wornach ein soge-nanntes inneres Licht bei ihrer Erklärung uns sicher leiten,oder ein dunkles Gefühl die in ihr vorhandenen Glaubensleh- . -ren und Lebensregeln bestimmen zu können wähnt. In die- " , -fem Geiste Luthers stellten schon unsre früheren protestantischenBrüder in ihrer gegen den Speicrschcn Reichstagsabschied ein- , -gelegten Protestation den Grundsatz auf: „daß keine gewissere„Lehre oder Predigt sei, als allein bei dem Worte Gottes zu ch„bleiben, und einen Text mit und aus dem andern„zu erklaren und auszulegen; wie denn auch die hei-„lige Schrift klar und deutlich genug, alle Finsterniß zu er-leuchten, und bei derselben, als dem wahren Richtscheit» aller„christlichen Lehre und Lebens, Niemand irren und fehlen„könne, sondern wer darauf baue, auch wider alle Pforten der '
„Hölle bestehe; da hingegen aller menschliche Zusatz und Tand '
„fallen müsse und vor Gott nicht bestehen könne." Buch- ' ^stabe und Geist: jener durch diesen und dieser in jenem —ist es, was in der evangelischen Christenheit den Werth einesAuslegers der heiligen Schriften bewahrt. Ohne stete Hin- 'ficht darauf und verständige Berücksichtigung derselben sind dienicht zu leugnenden großen Fortschritte, die seit Luthers Zeit inKenntniß und Gelehrsamkeit gemacht sind, dem reinen Ver-standniß der Bibel mehr nachtheilig als förderlich gewesen.
Darnach dürfte auch der fortwährende Werth der LutherschcnBibelerklärungen richtig zu bestimmen sein, welchen erwähnterRecensent nur für die damalige Zeit anerkennt. „Für Lu-„thers Zeitgenossen, meint er, gehörten seine Bibelerklärungen„ohne Zweifel zu den besten, die man damals kannte. Wenn„nun aber jemand behaupten wollte, daß es auch jetzt noch„in dieser Art nichts Besseres gäbe: was müßte man von„dessen Verstand und Einsicht denken?" Es lag außer demZweck des Herausgebers, die Lutherschen Bibelerklärungen mit
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