nglische Fragmente.
(1828.)
Gliiikselipes Alvioii, lustigcS Alt-England! warumverlieb ich dich? — Um die Gesellschaft von Gentlcmenzu fliehen und unter Lumpengesindel der einzige zu sein,der mit Bewußtsein lebt und handelt?
„Die ehrlichen Leute" von W, Alexis,
Vorwort zur ersten Auflage.
Die „Englischen Fragmente" sind zum Teil Nor zwei Jahrenfür die „Allgemeinen politischen Annalen", die ich damals mitLindner herausgab, nach Zeitbcdnrfnissen geschrieben worden, und,ihre Nützlichkeit beachtend, habe ich sie den „Reisebildern" als Er-gänzung einverleibt.
Ich wünsche, daß der geneigte Leser den Zweck der Mitteilungbei diesen Fragmeuten nicht verkennen möge. Vielleicht liefere ichin zeitgemäßer Folge noch einige Kunden dieser Art, Unsere Littera-tur ist nicht allzu reichlich damit versehen. Obgleich England volldeutschen Novelleildichtern oft geschildert wird, so ist doch WillibaldAlexis der einzige, der die dortigen Lokalitäten und Kostüme mittreuen Farben und Umrissen zu geben wußte. Ich glaube, er istnicht einmal im Lande selbst gewesen, und er kennt dessen Physio-gnomie nur durch jene wundersame Intuition, die einem Poeten dieAnschauung der Wirklichkeit entbehrlich macht. So schrieb ich selbstvor elf Jahren den „William Ratcliff", worauf ich hier um so mehrzurückweisen möchte, da nicht bloß eine treue Schilderung Englands,sondern auch die Keime meiner späteren Betrachtungen über diesesLand, das ich damals noch nie gesehen, darin enthalten sind.
Was Reisebeschreibung betrifft, so giebt es, außer Archenhvlzund Göde, gewiß kein Buch über England, das uns die dortigenZustände besser veranschaulichen könnte, als die, dieses Jahr beiFranckh in München erschienenen „Briefe eines Verstorbenen; einfragmentarisches Tagebuch ans England, Wales, Irland und Frank-reich, geschrieben in den Jahren 1828 und 182g," Es ist diesesnoch in mancher andern Hinsicht ein vortreffliches Buch und verdientin vollem Maße das Lob, das ihm Goethe und Varnhagen von Ensein den Berliner Jahrbüchern für wissenschaftliche Kritik gespendet haben.Hamburg, den IS, November 1830,
Heinrich Heine,