— Ivo —
„Wenn Du nicht sogar billigest was Pompejns„hixr gethan hat, so kommt mir vor. Du beachtest„nicht genug, daß er nicht nur das Beste, sondern„das Nothwendigc im Aug haben mußte. Er fühlte,„daß man jeue Berechtigung diesem gemeinen Wesen„nicht schuldig bleiben könne. Denn wenn das Volk,„damit noch nicht vertraut, schon so eifrig darnach„strebt, wie wird es dessen nach solchen Prämissen„entbehren wollen! Und es war dann sicher die Rolle„des weisen Bürgers, einen an sich nicht unheilsamen„Gegenstand, so Populär, daß mau ihm nicht wider-„stehen kann, den Umtrieben der Demagogen nicht„Preiß zu geben.
Und was ist nicht in Deutschland damit bewirkt undbefördert worden? Welch ein klarer Beweis, was an dieserStelle ein Mann von Verstand und Nachdruck und persön-lichem Einfluß vermag! Wenn in Frankreich oder Englandein Staatsmann einen so wesentlichen ersehnten Dienst derGesammtbeit geleistet hatte, wre Plcsscn unter uns, welcherJubel, welche Toast, wie viele Dank-Adressen, wie vieleStädte ballen ihm das Bürgerrecht dargebracht! Vor an-dern Dingen habe ich ans der Erde den Werth der Freund-schaft erkannt. In dieser Einsamkeit schmerzt mich keinepersönliche Unbilv mehr — wohl aber die, die den Freundenund Angehörigen zugefügt wird. Dann freplich wandeltmich Klage und Schwermulh an; — und in dieser hypo-chondrischen Stimmung erscheint mir die deutsche Trägheitund Langsamkeit, jene Aberration z» Hirngespinsten, jene