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Auch nach der Beugung des hohen Adels war jenerRest von Privilegien in Frankreich den andern dennochunleidlich geworden. Hier sieht man die ungemeine histo-rische Verschiedercheit bep uns. Die Gewalt des hohenAdels war keineswegs einer Krone zugewachsen. BonStufe zu Stnse waren unsere Großen vielmehr Landes-hcrrn und unter dem Priestermantcl gewählte Fürsten ge-worden. Im Innern der Laude aber waren theils Stände,theils erschienen die Erzgerichte und Merkmale kaiserlicherund des Reichs schirmender Gewalt. — Was die Zeithierin geändert, hinweggenommen oder gelassen hat, be-darf nicht meiner Ausführung, denn es ist neu und sicht-bar am Tag. Secularisirung und Mediatisirung habensehr Vieles hinweggeräumt und uocb sehr Vieles steht. DieBundes-Acte selbst unterstellt hohen Adel und Ritterschaft,und zwar auf beyden Rhein-Ufern, sie spricht nur von Mo-dalitäten. Darum sind noch Opfer zur Befestigung derRuhe und gutem Verständnis; unter den Menschen durchAnordnung und Sitte zu bringen.
Als Politiker und Bürger, ob ich gleich dem An-schein nach nur dabey zu verlieren hätte und Vorzüge undSuperiorität damit anerkenne, gebe ich doch die Schick-lichkeit und Nothwendigkeit einer Zwischenstufe zu, alsowahren hohen Adel mit seinen Instituten, Majoraten undFideicommissen; und in den großen Staaten, nicht ebenso in den kleinen, das Bedürfniß der zwey Kammern, umzu dem Daseyn der drepfachen Gewalt zu kommen. Esist so oft gesagt, immer mit andern Worten, und die