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Über Deutschlands Zustand und Bundes-Verfassung
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werden, daß Deutschland mehr Staatenbund als Bnudcs-staat sey. Aber wir können das letzte nicht verbannennoch entbehren. Wenn wir uns in Definitionen einlassen,würden wir zu kurz kommen. Augenscheinlich deutetjenes mehr auf bloße Allianz, dieses auf systematischesEingreifen und Einmischen.

Schonender noch jedes Vornrtheil, wahrnehmend dieSinnesart einiger Cabinette, erschien die OestreichischeProposition:

„Es sey Staatenbund, doch mehr als ein bloßes

Schutz und Trutzbündniß."

In sonst achtungswcrthen critischen Blättern findeich die Frage aufgeworfen: „Hätte sich nicht davonschweigen lassen?" Wird uns das Schweigen beyschwürigcn Dingen, bey dieser ersten Basis, sehr zumLicht führen? Nur so weit und nicht weiter! —

Sicher würde ich ohne Scheue den Wunsch aus»sprechen, wenn ich ihn wirklich hegte, wenn ich die Uebcr-zcuguug wirklich theilte: Möchte doch Deutschland nurein geschlossenes uniformes Reich seyn, wie Frankreich nebenuns. Es ist auch gar nicht zu leugnen, daß ein gewissesStreben dahin, der nur zu verbreitete Wunsch bemerklichund offenbar ist. Der deutsche Mensch in übler Laune,

14) Ullgem. Lltter. Zeit. Nr. zg. von 1817, in der Kritik vonHeercns sehr geschätzter Abhandlung, der deutsche Bundin seinen Verhältnissen zu dem europäischen Staarcnsvstcm.