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Nachtrag (1844)
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mahlin zur Fürstin von Liegnitz erhob. Die Vermah-lung seiner beiden ältesten Tochter und die immer mehrund mehr in's Leben tretende Selbstständigkeit seiner Sohnehatten eine Lücke im taglichen Kreise seiner Familie ge-lassen, die um so drückender für ihn werden mußte, alser, nach dem am 19. Juli 1810 erlittenen herben Verlustund beim Vorrücken im Alter, das Bcdürfniß der An-näherung und Mitthcilung in Freud' und Leid, in der Er-hebung und Erholung, nach dem schwierigen Berufe desTages, in einem weiblichen Gcmüthe, dringend fühlte.

Lange stand er an, bevor er sich zu der Wahl einertugendhaften Gattin entschließen konnte; denn hatte erauch bereits das sechste Dccenninm angetreten (denn erzahlte S4 Jahre), so hatte dennoch der kräftige, mitmännlicher Würde und Schönheit so vortheilhaft aus-gestattete Fürst die Wahl unter allen im Purpur gebore-nen ebenbürtigen Fürstentöchtern gehabt; allein er wolltedem Staate keine Königliche Wittwe, keine neue Erbenseiner Krone mit Königlichen Hofstaaten und Apanagenhinterlassen, und wählte daher den Ausweg einer morga-natischen Ehe, die abermals mit dem gewohnten Scharf-blick und der ihm angebornen Weisheit zu Stande kam,denn Auguste von Harrach war ihm nicht nur eineliebevolle Pflegerin, die ihm durch ihre Tugenden und lie-benswürdigen Eigenschaften den Herbst seines Lebens bisan sein Ende zu verschönern, sondern sich auch durchihre sorgsame Pflege ans seinem Schmerzenslager und ihrbescheidenes Auftreten und taktvolles Benehmen, die Ach-tung sammtlichcr Mitglieder seiner Familie, so wie auchdessen ganzer Umgebung zu gewinnen wußte; welchemBenehmen Friedrich Wilhelm der Dritte in seinem