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In Friedrich Wilhelms des Dritten Charakterfanden sich gar viele und treffliche Eigenschaften vereint,die aber bei ihm nur mit Mäßigung und Glcichmuthgepaart sich bei vielen Gelegenheiten kund gaben. Be-rührte z. B. irgend Jemand aus seiner nächsten Umge-bung eine erfreuliche oder betrübende Nachricht, dannkonnte man versichert fein, falls solche zu feiner Kundekam, daß er dem Vekheiligten die zartesten und wohlwol-lendsten Beweise von Theilnahmc gab, denn es schien,als theile er mit einem Jeden derselben Wohl und Weh,Freud' und Leid; ja dessen Theilnahmc ging selbst so weit,daß er die auf dem Abend-Rapporte gemeldete Ankunftirgend einer jenen verwandten oder befreundeten Person,mit freundlicher theilnehmender Miene verkündigte undzuweilen hinzufügte: „Ich freue mich, sie zu sehen."
Zu Seite 44.
Er bevorzugte in feiner Unparteilichkeit keinen Stand,und ließ sich hierüber, kurz nach seiner Thronbesteigung,folgendermaßen in einer Verfügung gegen den Ministerv. Schrötter aus:
„Bei mir gilt Gleichheit vor dem Gefetz, und der ge-ringste Unterthan hat den Werth der Menschheit;„und wenn er treu und gehorsam ist, so hat er gleich„dem Vornehmsten auch Recht auf Schutz und Sicher-heit seiner Person und feines Eigenthums."
Zu Seite 4?.
Er ließ z. B. seinen ältesten Sohn, von aller klein-lichen Eifersucht frei, in allen Zweigen der Staatsregic-rung, die möglicherweise den Berufskrcis eines künftigen