11
zen zu reist«, da er aber bei dieser Gelegenheit auch einenTheil des bayreuthcr Landes durchziehen mußte und die treueAnhänglichkeit der Bewohner desselben für sein Stamm-haus kannte und deshalb einige Demonstrationen ihrerSeits befürchtete, so nahm er sich's vor, wiewohl seinerGewohnheit zuwider, jenen Landstrich wahrend der Nachtzu durchziehen, bei welcher Gelegenheit die durch ein Feuerscheu gewordenen Pferde vom Fahrdamm abwichen undden Wagen in den Graben warfen.
Aehnlichcn Unfällen wenigstens in dessen eigenen Staa-ten zu begegnen, hatte der Oberstallmeister die Veranstal-tung getroffen, daß ein Königlicher Piqueur auf kurzenDistanzen dem Wagen voraneilen solle; allein der Königverbat sich dies ernstlich, und nun blieb jenem für daspersönliche Wohlstin des allgelicbten Herrn so besorgtenpatriotischen Staatsdiencr nichts übrig, als jenen Piqueurdem Monarchen unbewußt hinter dessen Wagen, jedochaußerhalb des Gesichtskreises, folge» zu lassen.
Zn Seite ÄS.
Erlaubten es die Umstände, dann verwandelte er nurzu gern in Gefängnißstrafe; besonders war dies der Fall,wenn es einer Verschwörung gegen seine Person, miteinem Worte, ein Majesiätsverbrechcn galt. Auf ähn-liche menschenfreundliche Weist verwandelte er zur Zeitdie gegen einige Verbrecher dieser Art verhängte Todes-strafe in Gefängnißstrafe, und erließ ihnen solche nichtallein nach dem Verlaufe von einigen Jahren, sondernsetzte sie wiederum in ihre Acmter ein; durch welchesmilde Verfahren und durch welches große Vertrauen ersich wiederum bis in den Tod treuergebene Diener zu-