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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
387
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Heine und Consorten. 387

Das ließe sich auch ganz umgekehrt nutzanwenden, z. B. wiefolgt:Talmudismus und Schulchanaruchismus feiern wiedereinmal im neuen Reiche Orgien und Saturnalien, welche imZeitalter der von allen Seiten durchschauten Frechheit undNiedertracht kaum für möglich gehalten werden sollten. Die jü-dische Frechheit und der zweitausendjährige, wüthende Goyimhaßführen wieder einen Hexensabbath auf, der lebhaft an die Zeiterinnert, in welcher das ausgesogene christliche Spanien seine Blut-egel aus dem verwüsteten Lande hinauszutreiben gesucht hat."

Wie in neuester Zeit l)r. Paul Albrecht mit staunens-werther Literaturkenntniß in Hunderten von Beispielen den zer-schmetternden Beweis geliefert hat, daß der große Lessing dereklatanteste Gedanken-, Bilder-, Witz- und gute Ein-fälle-Dieb gewesen ist, der die klassische griechische und rö-mische, die englische, französische, italienische und deutsche Literaturunverschämt bestohlen hat, so daß seine gerühmten Einfälle,Bilder und Scenen als freche Plagiate vor Aller Augen da-liegen, so haben in neuerer Zeit Schriftsteller der verschiedenstenGattung ebenfalls nachgewiesen, daß Heine echt jüdisch frühereRomantiker bestohlen, und nur den Diebstahl mit dem ihmeigentümlichen Schmutz zuzudecken versucht hat. I. Diel (El.Brentanos ausgewählte Poesien." Einleitung.):

Aus guter Quelle steht fest, daß Heine keine anderen Dich-tungen so eifrig las und förmlich studierte, als die wenigen vonBrentano erschienenen. So ist denn auch in der That bereitsvon verschiedenen Literarhistorikern, selbst von Gottschall, einemEpigonen der jnngdeutschen Schule und somit unparteiischem Zeugenhervorgehoben worden, daß bei Brentano schon alle bewundertenKühnheiten des Heine'schen Sthls in Freses und Genre lebendigfind, wie Brentano durch den Contrast vollwichtiger Gelehrsamkeitmit den leichtgeprägten Strophen, worin er sich bewegt, einenhumoristisch-barocken Effekt hervorbringt, den Heine in seinen Dich-tungen vielfach nachahmt, wie endlich Brentano den Tonder besten Heine'schen Lieder schon lange vor Heine ge-habt, aber ohne des Letzteren auflösende und zerstörendePointen, und wie manche von Heines Reimen verhülltin Brentano schlummern."

R. von Gottschall (sicher kein Ultramontaner) sagt überHeine:

Heinrich Heine ist ein Dichter, er hat Anmnth, Empfindung,Natnrandacht (!), Gedankenschwnng, doch darin besteht nicht seineoriginale Bedeutung, das Liebliche und Träumerische in

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