Heine und Consorten. 361
für ähnliche Banden in ihren Landen und Städtengefallen lassen!
Diese beiden Inden haben sich durch ihre Taufe und durchihre Anschauung der Taufe und ihr Benehmen nach der Taufe alsvollkommen ehrlose Gesellen gekennzeichnet, und da kommt nunnoch ein renommirter Rabbiner und Professor der neujüdischenTheologie, ein großer Lamden in Israel mit einem in glühendemHaß rothgefärbten Siegel, in welchem mit deutlichen Buch-staben das Wort Niederträchtigkeit zu lesen ist, und brennt diesSiegel als ein Brandmal in den Nacken derselben.
Würde ein Christ diesen beiden Tintenjuden dieselbe In-tention bei ihrer Taufe vorgeworfen haben, so würde man ihnauch von Seiten bornirter Judenliberaler des Fanatismus be-schuldigen — aber ein großer Lehrer in Israel hat es gesagt!Was Christen für eine gemeine, strafwürdige Gaunerei imKampfe der Juden gegen die Christen halten, sehen wir hiervom Rabbiner gelobt und approbirt.
In der wüthendsten Eifersucht spricht Heine seinen Haßgegen Petrarca aus. Er haßt „die Lüge in der Poesie"!Natürlich, er, der Heine, ist der größte Liebesdichter, beiihm umschlingen sich die Romantik, die Zote und das Schweine-behagen Das ist die Wahrheit in Poesie, die Wahrheitin der Heine-Poesie,
Wir haben schon vor 3V Jahren die Differenz zwischenHeine und Petrarca besprochen und wollen das hierauf Bezüg-liche hier wörtlich wiederbringend
„Petrarcas Lied ist in der That romantisch, sein Leben ringtbis zum Ende nach einer reinigenden Verklärung, Heine hat echtnational nur ein Geschäft im Sentiment gemacht, er singt heutevon einem gebrochenen Herzen und beweist morgen durch diefrechste Anskramung seiner Astasien mit Schnnddirnen in Ham-burg, daß sein gebrochenes Herz eigentlich nur ein gebrochener, , , . topf gewesen ist. Er verspottete alles Heilige, selbst unserHerrgott ist seiner Büberei nicht entgangen. Als ihn dann dieQualen seines Leibes (aber auch nicht infolge gebrochenen Herzens)plageip und er den Tod nahe fühlt, erweist er Gott die unbeschreib-liche Ehre, ihn und seine moralische Weltregiernng anzuerkennen,ein Umstand, wofür ihm unser Herrgott unendlich dankbar sein
* „Aus dem Venediger- und Longobardenland," Wien 1SL0. ZweiteAuflage, S. 130.