Heine und Consorten. 34!)
befehden, sv mußte er bereit sein, die Folgen seiner Handlungenzu tragen und durfte keinesfalls um persönlicher Vortheile willenmit den Mächten, die er öffentlich angriff, insgeheim transigiren,"
Wir halten diese ganze Form von Vertheidigung und Ent-schuldigung gegenüber den vorliegenden Thatsachen für über-flüssig. Was verstand denn Heine von Staat, Kirche undGesellschaft? Wie sollte Heine über den aufgehäuften lln-rath vor seiner eigenen Thür herauskommen, um den Mist inStaat, Kirche und Gesellschaft wegzuräumen? In der That,da gehören doch andere Leute dazu mit einem anderen Cha-rakter, mit einem anderen Leben, mit einer anderen Gesinnungund mit anderen Kenntnissen.
lll. Wie schlau sich Keine in Wayern lieljuss einer Lnllessungeinzuschleichen sucht! Gergeölich!
Heine suchte sich beim König Ludwig von Bayern zu in-sinuiren. Er schreibt Cotta 18. Juni 1828, dieser mögedem König das Buch der Lieder und auch die Reisebilder „indie Hände spielen".
„Vergessen Sie nicht, sie mitzunehmen, wenn Sie zum Königgehen; es käme mir auch zugute, wenn Sie ihm andeutenwollten, der Verfasser sei viel milder, besser und viel-leicht auch jetzt ganz anders, als seine früheren Werke,^ch denke, der König ist weise genug, die Klinge nur nach ihrerschärfe zu schätzen und nicht nach dein etwa guten oder schlechtenGebrauch, der schon davon gemacht worden."
Dieselbige Apologie ließe sich auch auf das Schwert einesRäuberhauptmanns oder eines Scharfrichters anwenden, wennnur die Klinge scharf ist; was der Besitzer seither davon füreinen Gebrauch gemacht hat, das ist gleichgültig!
Es wird eine Zeit kommen, in welcher so manche Ministerund Staatsmänner, welche sich zur Vertheidigung ihresRegierungssystems (oder ihrer Systemlosigkeit) notorischerGauner und was man so sagt „elender Kerle" be-dient haben, vor dem Richterstuhl der Geschichte verurtheiltwerden, denn diese Gaunerbanden suchen immer in ersterLinie ihren Vorth eil. und was sie in zweiter Linie zurVertheidigung ihrer Brotherren schreiben, das hat keinen Effekt.Die Subventionen für Gauner sind hinausgeworfenes Geld!