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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
337
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Heine und Consortcn. 337

unter Lachen hat er sich im Zwiegespräch über denselben aus-gelassen. — Menzels verdiente Auffassung und Kritik derHeine'schen Schriften nach ihrer ethischen Seite brachte den eitlenDichter in eine derartige Wuth, daß er den Menzel einenräudigen, zahnlosen Hund schimpfte; ein Schimpf, derdoch bei sein gebildeten romantischen Liederdichtern nicht gesuchtwerden sollte, und den man sich allenfalls bei Streitigkeitenin der schlampichten Koscherkneipe eines alten Ghetto zulässigdenken kann.

l37. Keines idyllisches ^Zljetelien von seinem Ireunde Weiltsehr drollig geschildert.

Hier dürfte zur Beleuchtung der Charakteristik Heines einstück aus dem Eheleben des Dichters eii^n Platz finden, welchesuns erklärt, was die Gegner Heines von ihm erwarten konnten,wenn er schon seiner Frau so arg mitzuspielen gewohnt war.

Wir entnehmen den nachfolgenden Bericht einem von Is-raeliten herausgegebenen Blatte (Wiener „Presse", 1883, 6. Juni,Abendblatt Nr. 153), welches aus Alexander Weills „Louvsnir^illtimös ä'Hizuri Höing" wörtlich Folgendes bringt:

„Die Ehe eines Dichters. Alexander Weill veröffentlichtsoeben bei Dentu in Paris einen Band: .Pouvsnirs intimes ll'UsnilHeins". Weill hat in fünfzehnjähriger Intimität mit Heine ge-lebt und erzählt z. B. über dessen Beziehungen zu Mathilde Dinge,welche dieses Verhältnis in einem ganz neuen und nicht geradepoetischen Lichte erscheinen lassen. Mathilde, so vernehmen wir,war im Jahre 1832 Verkäuferin in einem Handschuhgeschäft derPassage Choisenl. Sie gab dem Deutschen den Vorzug vor einen:Schwärm anderer Liebhaber und erklärte ihm: „Ich hahe Dichgewählt, weil Du allein mir gefielst und man mir gesagt hatte,die Deutschen wären treuer als die Franzosen. Ob Du mich liehstoder nicht, ob Du mich heirathcst oder nicht, ob Du mich miß-handelst oder nicht, ich werde Dich fortan niemals verlassen. Nie-mals, hörst Du?" — „Du sollst mich auch nicht verlassen," entgegneteHeine lachend. Mathilde verfiel aber wieder in ihren heftigenTon, der Heine auf den Gedanken brachte, sie wolle ihm eineScene machen. — „Laß das," sagte er, „wir wollen frühstückengehen." — „Und alle Tage unseres Lebens werden wir zusammenfrühstücken gehen," sagte sie. „Wenn ich etwas in meinem Schädelhabe, so bringen 59 VW Maulesel es nicht heraus. Ich sage es

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