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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
333
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Heine und Consorten. 333

135. Wie, wozu und warum sich Keine hat lausen lassen.

Wir folgen hier Strodtmanns" wörtlichen, vielsagenden Be-richten und bemerken wie früher: Heine war schon getauft, alser über die in Rede stehende Taufe seines Freundes Gans ineiner Weise mit incarnirtem Ghettohohn losbrach, welcheZeugniß gibt, daß ihm durch die rabbinitische Erziehung dieIdee von Ehre und Ehrenhaftigkeit total in Verlustgerathen ist. Er ließ sich taufen, um in Preußen eine An-stellung zu bekommen, und aus einer schon früher angeführten,noch weitaus niederträchtigeren Ursache, die der Professor desRabbinerseminars in Breslau, Grätz, mitzutheilen so un-vorsichtig oder so unverfroren gewesen ist.

Eine Frage bezugs einer Anstellung in Preußen, ob dasohne Taufe ginge, war bei Gans abschlägig beschieden worden.

„Es versteht sich, daß Solches (die Taufe) in aller Stille undmit sorglicher Vermeidung jedes öffentlichen Auffehens geschehenwar" ssagt Strodtmann).

„Mit welchen Gefühlen der Proielyt (Heine) die ihm durch Fa-milien- und Erwerbsrücksichten aufgenöth igte (?) Taufhandlunghatte über sich ergehen lassen (!), sagen uns die ergrimmtenWorte, in denen er seinem Freund Mosers die erste ver-schämte Andeutung von dem geschehenen Schritte gibt: „Ich em-pfehle Dir Golowins Reise nach Japan. Du ersiehst daraus, daßdie Japaner das civilisirteste Volk auf der Erde sind, ja. ich möchtesagen: das christlichste Volk, wenn ich nicht zu meinem Erstaunengelesen, wie eben diesem Volke nichts so sehr verhaßt und zumGräuel ist, als eben das Christenthnm. Ich will ein Japanerwerden. Es ist ihnen nichts so verhaßt, wie das Kreuz:Ich will ein Japaner werden." n. f. w."

„(Bd. XIX, S. 241 u. 247) fünf Wochen später: „Ich weißnicht, was ich sagen soll, Cohen versichert mich, Gans predige dasChristenthum und suche die Kinder Israels zu bekehren. Thuter dieses ans Ueberzeugnng, so ist er ein Narr, thuter es ans Gleißnerei, so ist er ein Lump. Ich werde zwarnicht aufhören, ihn zu lieben, dennoch gestehe ich, weil lieberwäre es mir gewesen, wenn ich statt obiger Nachrichterfahren hätte, Gans habe silberne Löffel gestohlen."

" „H. Heines Leben und Werke", von Adolph Strodtmann. 2. Auf-lage. Berlin, Duncker. Erster Band, S. 4t)6 u. ff.

** Bon diesem Freund Moser ist in Verbindung mit Heine öfterdie Rede, die Herren aber sagen nicht oder wollen nicht wissen,daß er Moses Moser hieß und mit Heines talmudischem Haßgegen das Christenthum sehr einverstanden war.