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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
254
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25-1- Heine und Consorten.

!>8. Hutzkows Werkeljr mit und Urtlseik üöer Keine.

Keine und Kampe iutriguircn gegen Hutzkoms Much über Wörne, Keineund andere Söldlinge der französischen Kivilliste. Wie sich auch Hutzkowdurch Wicht- und Mszvcrsteljcn der großen Wettfragen bemerkbar gemacht.

Gutzkow berichtet über seine Bekanntschaften zu Pariszur Zeit der Erscheinung des Buches „Heine über Börne"^:

„Einen Mißton bildete in der glücklichsten Stimmung, in derich mich befand, die Beziehung zu Heine. Ich hatte nie ein Hehldaraus gemacht, daß ich für seine Weise keine Empfindung habe.Seine Lieder imponirten dem Studenten nicht, dem Philologenwaren sie zu loddrig geformt, später, als sich die Componistendes Namens bemächtigten, sah ich wohl, wie und in welchem Toneman in Deutschland das Buch der Lieder zu lesen angefangenhatte. Aber mir fehlten persönliche Reminiscenzen, um das fürchter-liche Geschrei der Sänger, wenn sie auf die Stelle kommen „Michhat das unglückselige Weib vergiftetet mit ihren Thränen," alsSymptome einer schaudervollen Begebenheit auch für mich zu ver-stehen. Karthagos Untergang und noch einige andere interessanteBegebenheiten der Geschichte und der Philosophie erscheinen mirwichtiger als diese unberechnende neue Solomusik mit ihrem elegi-schen Jammer. Ohnehin wußte ich, wie doch im Grunde alle Welt,daß die eine dieser „Heineschen Unglückseligkeiten" dieandere ablöste, und dabei an eine tiefe, nachhaltige Absichtgar nicht gedacht wurde. Jedes umgeschlagene Blatt im „Buchder Lieder" brachte frivolen Trost. Wenn ich, meist von Ungebil-deten, diese oder jene der ernsteren Balladen mit vollen Backendeklamiren hörte, so las ich sie hernach für mich allein einfachund natürlich, und fand, daß die dichterische Zuthat zum gegebenenStoff gering war. Von den parodistischen politischen Gedichtenhat schon Johann Scherr bemerkt, daß in jeder Weste das ersteGedicht des Kladderadatsch Treffenderes bringt als der Romanzerooder das klägliche Buch „Deutschland".

„Bei alledem hatte ich mich zum Nestling meines früherenVerlegers (Campe) so Verhalten, daß sogar ab und zu Briefezwischen uns gewechselt werden konnten, und ich Heine gut undgern hätte besuchen können. Aber 1837 war Ludwig Börne ge-storben. Ich hatte Materialien zur Schilderung seines Lebensgesammelt, seine Biographie, das Manuskript schon Campeübergeben. Da schickte Heine das Manuskript seines Buches:„Heine über Börne", eine Schmähschrift wimmelnd vonPersönlichkeiten, Anspielungen auf Menschen, die Niemandiuteressirten, Anspielungen, die nur diesen oder jenen, der ihn viel-leicht nicht gegrüßt oder von ihm nicht mit der gehörigen Be-

^ Gutzkow: „Rückblicke auf mein Leben." Berlin 1376. S. 267.