Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
242
Einzelbild herunterladen
 

242 Heine und Konsorten.

vergessenen, persönliche Freiheit um jeden Breis anstrebendenDestruktiven, wie bei der christlich deutschen Partei. Sonst wärees nicht möglich gewesen, daß Görres Aufsätze für Börnes Wagegeschrieben, und daß sowohl Börne als Heine eine Zeitlang freundlichinit mir correspondirt hätten."

S. 304:

Ich konnte aber von der Freundschaft Heines nicht längerGebrauch machen, da auch er gegen alles Christliche und Deutschezu spotten anfing und die Emnncipation des Fleisches predigte.Börne blieb mir noch treu, schrieb mir noch aus Paris 12. Nov.1835:Ich theile gan^Jhren Abscheu vor den sittenlosen undqlaubensschänderischen Schriften, glaube aber, wenn Gutzkow undWienbarg den Deutschen Voltaires Excremente auftischen wollen,werden sie nicht viele Gäste bekommen. Börne schickte mir damalssür das Literatnrblatt eine Rccension zu, in der er Bettinas eitlesund verlogenes Buch über Goethe geißelte. Ich habe bedauert,daß ich später doch noch genöthigt wurde, mich gegen Börnezu erklären."

96. Wie Keine den Wenzel in der Manier eines raöiaten Hrödetzuden

beschimpft.

In HeinesVermischten Schriften", Hamburg 1859,1. Bd.,S. 25, ergeht sich Heine unter anderm auch über Menzel, indemer die Zeit bespricht, in welcher die Staäl sich mit ihrem Kurz-waarenkram vvn Geistreichigkeit an alle französischen und fremdenNotabilitäten herandrängte:

Zu den interessanten Figuren, welche sich damals in ihremdeutschen Costüme den Parisern vorstellten, gehörten auch dieHerren Görres, Jahn und Ernst Moritz Arndt, die drei berühm-testen Franzosenfresser, eine drollige Gattung Bluthunde, denender berühmte Patriot Börne in seinem BucheMenzel, der Fran-zosenfresser" diesen Namen ertheilt hat. Besagter Menzel istkeineswegs, wie einige glauben, eine singirte Personage, sonderner hat wirklich in Stuttgart existirt, oder vielmehr ein Blattherausgegeben, worin er täglich ein halb Dutzend Franzosen ab-schlachtete und mit Haut und Haar auffraß: wenn er seine 6 Fran-zosen verzehrt hatte, pflegte er manchmal noch obendrein einenInden zu fressen, um im Munde einen guten Geschmack zu be-halten: xour SS kaii -s ls. bonns bonvbe. Jetzt hat er längst ausgebellt,und zahnlos, räudig verlungert er im Maculaturwinkel irgendeines schwäbischen Buchladens."

Zur Erklärung dieser über Menzel ausgegossenen Par-fümerieflaschen Heine'schen Geruches sollen einige Thatsachen