Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
233
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Heine und Consorten. 233

Der Witz ist hier das beste Schwert,

Wie's Voltaire (der selige) machte,

Der, wo es ihm an Beweisen gefehlt,

Sarkastisch grinste und lachte.

Es regt der Witz elektrisch aufWie eine galvanische Säule;

Den starken Leiter der FrivolitätLegt zwischen jede Zeile.

So ein Gedichtchen hat mehr Gewalt,

Als hundert Bände in Leder,

Das Lesen ist eine geringe Müh',

Und versteht! kann's ein Jeder.

So flieget auch ein witzig WortGleich eineni Blitz aus dem Munde,

Und ehe noch ein Tag vergeht,

Macht's in der Stadt die Runde.

Wir brauchen keine Gründlichkeit,

Denn auch das Volk haßt sie gründlich.

Und für einen jeden schlechten WitzDa dankt es auch verbindlich.

Der lesende Pöbel ist nicht schwerHerumzuzieh'n bei der Nase,

Man drückt ihn leicht hinauf und hinab,

Wie den cartesischen Teufel im Glase.

Der Pöbel ist dem Kinde gleich,

Er freut sich am Schimmern und Glänzen,

Und wenn's im Becher nur leuchtet und blitzt,

So kannst du ihm Gift credenzen.

Der Pöbel staunt ob dem WundermannMit seinem guten Magen,

Der Trinkgläser zerbeißen kannUnd Glasscherben vertragen.

Und so ein Bursche gilt ihm mehr,

Als der Mann der größten Erfindung,

Dieweil er blanke Glasscherben frißtUnd kriegt keine Magenentzündung."

Nachdem nun den Nachtretern der verlüderlichten Poesienoch ähnliche gute Lehren gegeben werden und ihnen besonders