Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
227
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Heine und Consorten. 22

Ach, Aermster am Katheder dort,

Du schwelgst im Buche Mösts,

Wir hören dich an und lachen dich aus,

Denn wir sind Kinder der Gnosis,

Und was der Alte gläubig schriebIn seinen fünf Scharteken,

Das ist ja doch ein Seinsalz nur,

An dem die Schafe lecken.

Für Kinder ist das FabelwerkVon den sechs SchöpfungstageuUnd vom Gewässer, das den GeistEinst Huckepack getragen.

Wer braucht zur Schöpfung einen GottDes Himmels und der Erden?

Es hilft uns ja die Formel aus:

Das Nichts wird Sein durch's Werden.

So beißen wir die Frage aufVon unserm KatzenjammerUnd brauchen nicht zur harten NußDen Sündenfall als Hammer.

Wozu denn das ErlösungswerkVom Uebel und der Sünde?

Uns führt der Zwirn der WissenschaftAus jedem Jrrgewinde.

Und Jene, die den BibeltextNoch tagelang bekritteln,

Faßt bei dem Kragen handfest an,

Sie aus dem Traum zu rütteln.

Die Schläfer gleichen jenem Geist,

Der einstmals voll ErbarmenErzeugend ob den Wassern schwammMit. ausgestreckten Armen.

So träumen sie ob ihrem Buch,

Die Sinn- und Unsinnpresscr,

Und finden nichts bis auf den Grund,

Als laues und flaues Gewässer.

Der gute Luther meinte noch.

Man soll die Bibel lesen,

Er könnt' es nie verleugnen ganz,

Daß er einst Mönch gewesen.

IS'