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ihn die Taufe als einen gleichgültigen Akt ansehen, den er auchsymbolisch nicht wichtig achte. Nach der Taufe sagt er in seinerWeise verblümt, das; ihm nichts so sehr zum Greuel sei,und das; er nichts so sehr hasse als das Christenthnm,nichts so sehr als das Kreuz, das; er im Herzen einJude sei, sich aber aus Lnxnsübermnth habe tankenlassen. Auch in der Folge hat er sich immer wegwerfend überden gethanen Schritt geäußert, durch den er nur um so besserberechtigt zu sein bekannte, die Grundlagen allerkirchlichen Gemeinschaft, ja die Grundlagen der Re-ligion selbst einer Kritik zu unterziehen, natürlich inseiner Weise, die in nichts anderem bestand, als in Spott undVerhöhnung. Auf dieser Bahn können wir ihm hier nicht folgen,zur Charakteristik reicht es hin, an die Stelle zu erinnern, Ivoer den Holländer, der natürlich seine eigene Erfindung ist, dieDreieinigkeit, an die Heine nicht zu glauben brauchte, währendseines Gesprächs^ darüber — die Unterscheidung zwischen Kabeljau,Laberdan und Stockfisch erklären läßt; es sei im Grunde eins unddasselbe, und man bezeichne damit nur die verschiedenen Ein-salznngsgradc. Ein weiteres Eingehen auf diese und schlimmereSpöttereien würde einer Verbreitung gleichkommen. Es bedarfauch gar nicht des Nachweises, daß Heines Frivolität nichts imHimmel und ans Erden schonte, was der Menschheit heilig ist!eben so wenig, daß er die Triebfedern, die ihn geleitet hatten,zu allgemein gültigen Grundsätzen nmznschaffen bemüht warnkaum nöthig ist es zu sagen, daß er im „Kampfe gegen Pfaffenund Aristokratie", den er gern als seine Lebensaufgabe bezeichnete,nur ein Beilänfer gewesen ist, über dessen Witze man lachte,während man die Armseligkeit seiner Kämpfe nach ihrem wahrenWerthe schätzte, d, h, verachtete,"
Derselbe Karl Gödeke^ sagt über ihn ferner:
„Er verwischte die Formen, welche Poesie und Prosa scheiden,,,er hat die Methode eingeführt, ernste Gegenstände zu behandeln,ohne ihrer mächtig geworden zu sein, , ,, Sieht man gegenwärtigdie Reihe seiner Schriften ruhig und unbefangen wieder durch,ersch rickt man fast vor der geistigen Ocde und Leerheitderselben, und muß sich, um die Wirkung, die sie auf die Zeit-genossen gehabt haben, einiger Maßen zu begreifen, daran erinnern,daß damals die Literatur der Stichwörter und der Anspielungenim Schwünge war, die, wenn sie nur einen der vielen Gegen-stände, welche der freien offenen Behandlung versagt waren, leichtanklingen ließ, ein vielstimmiges Echo fand,"
> Wolfgang Kirchbach, der einen drei Nummern seiner Zeit-schrist durchlaufenden Artikel über die Ueberschtttzung Heines
* In dessen „Magazin für Literatur des In- und Auslandes", Jahr-gang 1883, Nr, 18,