Heine und Consorten. 221
zum Verbrechen zu macheu, versteht sich nur, so lange HeinesBezahlung von Frankreich noch unbekannt war,
IV. 163 nennt Heine das Christenthum eine Krankheits-periode der Menschheit-
„Das rechte Träumen beginnt erst bei den Juden, dem Volkedes Geistes, und erreichte seine höchste Blüthe bei den Christen,dem Geistesvolke, Unsere Nachkommen werden schaudern, wennsie einst lesen, welch ein gespenstisches Dasein w ir geführt,wie der Mensch in uns gespalten war, und nur die eine Hälfteein eigentliches Leben geführt. Unsere Zeit, und sie beginntam Kreuze Christi — wird als eine große Krankheits-periode der Menschheit b etrachtet werden,"
Wer Heines Gesundheits Periode aus seinen eigenenSchilderungen kennt, der wird es begreiflich finden, daß Heinedas Christenthum eine Krankheitsperiode nennt. Wievieledeutsche Jünglinge, die sich Heines Lehren und Leben zumVorbild genommen, haben ihr Leben nicht mit der Krank-heitsperiode des Christenthums, sondern nach HeinesMuster mit einer ganz anderen Krankheitsperiode ab-geschlossen.
Bei der Mehrzahl der Feinde des positiven christlichenSittengesetzes wird man in ihrem Leben ähnliche Züge finden,wie bei Heine, so bei Voltaire, Rousseau und früher bei demgrundlüderlichen Hutten,
Sl. Der Protestant Hödeke nöer Keine.
Keine von Frankreich aus jahrelang besoldet', seine «Leistungen dasür,predigt die «Lmancipalion des Fleisches.
Gödeke (Protestant) bringt im „Grundriß zur Geschichteder deutschen Dichtung", Dresden 1862, ß 325, ein LebenHeines. Gödeke schildert Heines Charakter aus den Schriften,Briefen und vollwichtigen Zeugen ausführlich; sehr interessantist der Bericht über Heines sogenannte Bekehrung zum Christen-thum :
„Er war am 18, Juni 1825 in Heiligeustadt zum lutherischenBekenntnisse übergetreten. Daß er dazu von einem inuern Be-dürfnisse nicht getrieben wurde, ließ sich erwarten. Er selbst sagtvor dem Uebertritt mit dürren Worten, seine Dcnknngsart lasse