220 Heine und Consorten.
Ladendiener, dessen Orakel Heine ist, der könnte ausrufen:„Gott über die Welt, was für ein göttlicher Witz, dieser witzigeGott!"
Wie ist doch Alles so feine,
Was er sagt, unser Heine;
Es haben die Goyim nieHervorgebracht ein so großes Genie.
Was ist dagegen Schiller und Goethe?
Höchstens ein Frosch und eine Kröte.
Ein großer Goy, der nicht wird gehaßt,
Ist der Lessing, der den „Nathan" verfaßt.
An dem „Nathan" mögen die Goyim ersehn,
Wie hoch die Juden über den Christen steh'n.Wir haben die Schulden des Lessing beglichen^,
Und er hat uns dafür herausgestrichen.
Lessing wollte die Ehre der Juden retten,
Darum steht er hoch über allen Poeten.
Wer für uns schreibt, das ist unser Held,
Er hat die Poesie und wir haben das Geld.
In 1kl. S. 381 wird Guizot gelobt, „er habe über dieShakespeare'sche Komödie das Beste geschrieben" und eine Stelleaus Guizot hierüber angeführt.
Gesetzt den Fall, irgend ein anderer deutscher Dichter hättevon einer deutschen Regierung ein Jahresgehalt bezogen unddieser Dichter hätte den Minister, der ihm dieses Gehalt zuWege gebracht, öffentlich belobt, welche Fluth von Hohnund Spott möchte Heine über diesen Unglücklichen ausgegossenhaben! Da hätte es sicher Hunde, und zwar „bettelnde,um Knochen wedelnde Hunde" geregnet.
Wie hat Heine den Grafen Platen heruntergerissen,weil er vom Bayernkönig Ludwig 1. ein kleines Jahresgehaltbekommen, — und das war doch sein König, ein deutscherKönig — derselbe Heine, der sich von Frankreich bezahlenließ, besaß die Unverfrorenheit, dem Platen diese Königsgabe
^ In „Lessingiasis und Nathanologie" haben wir aus geschriebenenGeständnissen von Juden nachgewiesen, daß Inden die Wechsel des zahlungs-unfähigen Lessing während der Abfassung des „Nathan" eingelösthaben.