170 Börne und Consorten,
Schon 1824 schrieb Menzel über Börne":
„Auch Börne kam nach Stuttgart, wo er mit Cotta wegenpolitischer Correspondenzen unterhandelte, und besuchte mich. Ickkannte ihn nur von seiner „Wage" her, in die sogar Görres Ar-tikel geliefert hatte, achtete ihn also als einen guten Patrioten undfand in ihm auch etwas Sinniges und Bescheidenes, so daß ichnicht geglaubt hätte, er würde später in Paris sich über die Deut-schen lustig machen und sich dafür vom französischen PublikumHonoraren lassen. Doch Jude bleibt Jude."
72. Ms der Hop Wenzel die Leiden Juden, Winne und Keine,kennen gelernt und die Wahrheit sagte, fahren sie in vereinter Koppelgegen den Kol? los. Keines Hemauschel üöer Khristenthum und Zudcnlhum.
Keines Majestät der Hcnustseligkcit!
Als aber der Goy Menzel später zur Einsicht kam, derBörne sei ein minder braver und ein minder grundehrlicher,und ein nichts weniger als großer Lamden (Gelehrter), dafielen die beiden, sonst über einander sehr erbosten Juden ge-meinschaftlich über ihn her und suchten ihn zu vernichten, wieaus der Schrift Börnes: „Menzel, der Franzosenfresser" undaus den echt jüdischen Schimpfwuthausbrüchen Heines zu er-sehen ist. Heine versuchte dem offenen Christenhaß Börnesein oratorisch beschönigen sollendes Mäntelchen umzuhängen infolgenden Worten:
„Wie in seinen Aeußernngen über Goethe, so auch in seinerBeurtheilung anderer Schriftsteller verrieth Börne seine naza-renische Beschränktheit. Ich sage nazarenisch, um mich weder desAusdruckes jüdisch noch christlich zu bedienen, obgleich beideAusdrücke für mich (für die Goyim aber nicht) synonhm sind undvon mir nicht gebraucht werden, um einen Glauben, sondern einNaturell zu bezeichnen.^ „Juden und Christen" sind für mich (!)ganz sinnverwandte Worte im Gegensatz zu „Hellenen", mit
^ Wolfgang Menzels „Denkwürdigkeiten". Herausgegeben von seinemSohne Conrad Menzel. Bielefeld und Leipzig, Velhagen >d Kissing, 1877.S. 195.
** Den Heine genirr es, den eigentlichen, specifischen Haß Börnesgegen die Goyim einzugestehen, denn da müßte er ja auch srch unter denBann dieses Hasses stellen und denselben, den er so oft mit giftigemHohn ausgesprochen, öffentlich eingestehen. Das erklärt auch dienachfolgende Taschenspielerei als eine echte Judenlogik.