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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
164
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164 Börne und Consorten.

Zeit zu erleben hoffe, wo jede solche aufrührerische Schrittgegen die Juden ihren Verfasser entweder ins Zucht-haus oder ins Tollhaus bringen werde. Börne starb um1837. Im Jahre 1881 sind aber diese frommen Wünsche derJudenracc, trotz der seitdem gewaltig gestiegenen Macht, noch un-erfüllt dieselben, verlautbaren sich jedoch schon im unmittelbarstenRufe nach dem Büttel."

69. Wie Wörne sich selber das entehrendste Urtljeil gesprochen.Der arme Zelter nennt Wörne einen ehrlichen Achsen, ein Zerstoßgegen Hhicr- und Wenschenkenntniß.

In dieser Hoffnung Börnes (die wir schon früher angeführt)und in der Stelle, wo er als echter Talmudjude über das„hundsfvttische Christenthum" wuthschäumend losbrichtund sein drei Louisd'or-Geschenk für die Taufe zurückzu-haben wünscht mit dem Ausruf: „Seit 18 Jahren bin ichgetauft, und es Hilst mir nichts!" hat sich Börne gekenn-zeichnet.

lieber dieses Bekenntniß „einer schönen Seele" läßt sich dasUrheil anwenden:

„Das heißt ja doch: den Rock ausziehen, das Hemd über denNacken herunterstreifeu, sich auf den offenen Markt Hinstelleu undsämmtliche Passauten einladen, sie mögen die moralische Brand-marke anschauen, die dem glücklichen Besitzer derselben aufge-prägt ist. Glücklich, den: der Maßstab für Ehre unfindbar inVerlust gerathen: denn der wird vom Gefühl der Ehrlosigkeitnicht mehr belästigt werden."

Zelter schrieb an Goethe^ drei Monate vor Goethes Tode:

„Was einem alles durchs Haus läuft! So habe ich LudwigBörnes Briefe aus Paris vom Jahre 1836^31 eben gelesen.Dieser ehrliche Ochs ist aus dem Schlachthause mit einem verfehltenSchlage am Kopfe entlaufen, oder es ist der zweite vr. Planglos,von einem Pfuscher von Scharfrichter schlecht gehängt, denn erhat den Strick noch am Halse. Das allerlustigste ist sein Zeterüber die Beschränkung der Presse, indem er mir nichts dir nichtsalle sinnige Kaiser und Fürstendiener und mit ihnen auch Dichnamentlich absetzt und mit orientalischer Naivetät (denn er ist einJude) ihre Stelle und ihre Macht fordert"

* „Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter." 6. Bd. Brief 832, vom3. December 1331. S. 346.